Iran kauft 80 Boeing-Maschinen - Airbus-Deal kurz vor Abschluss

12.12.2016 - 12:07 0 Kommentare

Iran hat für seine staatliche Airline Iran Air bei Boeing 80 Maschinen bestellt. Der europäische Flugzeughersteller Airbus will ebenfalls von der Öffnung des Landes profitieren - genauso wie eine deutsche Airline.

Iran Air hat bei Boeing 80 Maschinen bestellt. - © © AirTeamImages.com - Weimeng

Iran Air hat bei Boeing 80 Maschinen bestellt. © AirTeamImages.com /Weimeng

Die iranische Fluggesellschaft Iran Air hat mit dem US-Flugzeughersteller Boeing einen Vertrag über den Kauf von 80 Passagiermaschinen abgeschlossen. In Gegenwart von Verkehrsminister Abbas Achundi unterschrieben jetzt Iran-Air-Chef Farhard Parwaresch und ein regionaler Boeing-Vertreter den Vertrag.

Die 50 Flugzeuge vom Typ Boeing 737 MAX und die 30 Boeing-777-Maschinen würden in einem Zeitraum von zehn Jahren an Iran Air ausgeliefert, sagte Parwaresch laut Nachrichtenagentur ISNA. Die erste Maschine soll 2018 übergeben werden.

Iran will knapp 120 Maschinen bei Airbus ordern

Neben den neuen Boeing-Maschinen will der Iran auch 118 Airbus-Jets bestellen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge steht dieser Deal kurz vor dem Abschluss. Er soll in den kommenden Tagen fix gemacht werden, wird eine iranische Amtsperson zitiert.

Mit den neuen Maschinen soll die Flotte der Iran Air modernisiert werden. Laut Angaben von "ch-aviation.com" besteht diese derzeit aus 40 Maschinen. Sie sind im Schnitt älter als 26 Jahre.

Flotte der Iran Air
Anzahl der Maschinen
A300 11
A310 2
A320 6
Boeing 747 1
Fokker 100 15
MD-82 5

Quelle: ch-aviation.com

Nach dem Atomabkommen war ein Großteil der westlichen Sanktionen aufgehoben worden. Trotzdem gibt es für den Handel mit dem Iran noch zahlreiche Einschränkungen.

Auch Lufthansa setzt auf Iran

Die Öffnung des Irans verschaffe der Lufthansa neue Möglichkeiten, hatte Unternehmens Chef Carsten Spohr bereits im vergangenen Jahr zu "Reuters" gesagt. Darum arbeitet die Lufthansa an einer Kooperation mit Iran Air. Das deutsche Unternehmen will bei der Restrukturierung und im IT-Bereich helfen.

© dpa, Nicolas Armer Lesen Sie auch: Lufthansa weitet Aktivitäten im Iran aus

Von: ch, AFP, dpa
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