Intersky-Insolvenzverfahren ist eröffnet

09.11.2015 - 17:25 0 Kommentare

Intersky ist insolvent - jetzt ist das Konkursverfahren eröffnet worden. Außerdem äußerte sich die österreichische Regionalairline genauer zu den Gründen für die Pleite.

Eine ATR72 der Intersky steht am Flughafen Innsbruck. - © © AirTeamImages.com - Danijel Jovanovic

Eine ATR72 der Intersky steht am Flughafen Innsbruck. © AirTeamImages.com /Danijel Jovanovic

Im Fall der insolventen Intersky ist das Konkursverfahren am österreichischen Landesgericht Feldkirch eröffnet worden. Das geht aus einer Mitteilung des Kreditschutzverbandes KSV1870 hervor. Ob das Unternehmen fortgeführt werden kann, soll kurzfristig der Insolvenzverwalter entscheiden. Intersky hatte vergangene Woche den Betrieb eingestellt. Zuvor war ein Verkauf geplatzt.

"Die Ursache der Insolvenz liegen vor allem darin, dass die von uns bedienten Strecken unrentabel wurden", wird die Airline in dem Schreiben des KSV1870 zitiert. "Es hat sich gezeigt, dass durch die Verwendung von zwei größeren Maschinen (ATR) der Finanzbedarf bei weitem höher ist als erwartet. Zudem haben sich die von uns bedienten Strecken als weniger ertragreich als erwartet erweisen."

© dpa, Felix Kästle Lesen Sie auch: Intersky stellt Flugbetrieb ein und beantragt Insolvenz

Intersky hatte Ziele in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeflogen. Sie hatte Basen an den Flughäfen Graz, Friedrichshafen und Memmingen. Die Airline konnte ihre Flüge jedoch nicht mehr durchführen können, weil der Flugzeugleasinggeber Castellake zwei ATR72 und zwei Dash 8-Q300 eingezogen hatte. Grund dafür waren überfällige Raten.

Die verbliebene Dash 8-Q300 wurde laut einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA von einer Leasinggesellschaft gestellt, die sich im Besitz der Firmengründer befindet. Auch für diese Gesellschaft sei Insolvenz beantragt worden.

Von: ch
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