International Airlines Group kann im Sommer zulegen

27.10.2017 - 16:03 0 Kommentare

Die International Airlines Group um British Airways und Iberia haben im dritten Quartal mehr verdient. Jetzt erwartet IAG einen höheren Gewinn im Gesamtjahr. Bei Air Berlin musste sich der Konzern geschlagen geben.

Zur IAG gehören neben Iberia (links) und British Airways (rechts) auch Vueling und Aer Lingus. - © © IAG -

Zur IAG gehören neben Iberia (links) und British Airways (rechts) auch Vueling und Aer Lingus. © IAG

Die Fluglinien der International Airlines Group (IAG) haben im Sommer dank geringerer Treibstoffkosten mehr Gewinn ein als ein Jahr zuvor eingeflogen. Das geht aus den nun veröffentlichen Finanzzahlen für das dritte Quartal hervor.

Während der Umsatz angesichts stagnierender Ticketpreise nur um zwei Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zulegte, ging es für den Überschuss um fast acht Prozent auf eine Milliarde Euro nach oben. Der bereinigte operative Gewinn legte sogar um ein Fünftel zu.

Im laufenden Jahr soll das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis auf etwa drei Milliarden Euro steigen nach 2,5 Milliarden Euro im Vorjahr, wie die Airlinegruppe um British Airways und Iberia ankündigte.

Ausgestochen von Lufthansa

Die Aktie fiel allerdings im Vormittagshandel um fünf Prozent. Die IAG hatte von den Anlegern reichlich Vorschusslorbeeren bekommen: Das Papier zählt mit einem Plus seit Jahresbeginn von immer noch 45 Prozent zu den drei besten Branchenwerten. Noch kräftiger waren nur die Aktien von Air France-KLM (+165 Prozent) und der Lufthansa (+122 Prozent) gestiegen.

Der Konzern, zu dem auch die irische Aer Lingus und die spanische Vueling gehören, hatte sich im Zuge der Insolvenz von Air Berlin um deren österreichische Tochter Niki beworben, wie IAG-Chef Willie Walsh jetzt bestätigte. Den Zuschlag erhielt allerdings die Lufthansa.

© dpa, Sven Hoppe Lesen Sie auch: Lufthansa kann von Air-Berlin-Pleite profitieren

IAG setzt im Zuge der Konkurrenz durch Billigflieger wie Ryanair und Easyjet verstärkt auf das Billigsegment. Der Großteil des Wachstums sei durch Aer Lingus und die neue Konzernfluglinie "Level" gekommen, sagte Walsh. Beide profitierten von sehr niedrigen Betriebskosten. Dazu hätte möglicherweise auch die Niki gepasst.

Von: dh mit dpa
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