Insolvenzverwalter nimmt Ex-Air-Berlin-Manager ins Visier

04.12.2017 - 15:35 0 Kommentare

Um im Insolvenzverfahren weitere Einnahmen zu generieren, sollen Experten des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PwC erneut klären, ob der frühere Air-Berlin-Chef auf Schadenersatz verklagt werden kann.

Joachim Hunold - © © dpa - M. Gambarini

Joachim Hunold © dpa /M. Gambarini

Lucas Flöther, Sachwalter der Air-Berlin-Gläubiger, lässt mögliche Schadenersatzansprüche gegen mehrere ehemalige Manager der insolventen Fluggesellschaft prüfen. Experten der Unternehmensberatung PwC (Price Waterhouse Coopers) sollen klären, ob so "ein Zufluss für die Insolvenzmasse generiert werden kann", sagte Air-Berlin-Sprecher Ralf Kunkel der "Bild am Sonntag".

Erneut im Fokus der Untersuchungen steht der langjährige Firmenchef Joachim Hunold. Dieser soll dem Partyveranstalter Manfred Schmidt eine Premiumkarte für Freiflüge Dritter gegeben haben. Zwischen 2005 und 2011 habe Schmidt für sich selbst 267 Tickets in Anspruch genommen und rund 2200 Freitickets an Dritte übergeben. Der Airline seien so Einnahmen in Höhe von rund 425.000 Euro entgangen.

Hunold steht nicht zum ersten Mal im Fokus der Vorwürfe

Bereits im Oktober gab es Medienberichte über mögliche Veruntreuungen des Ex-Air-Berlin-Chefs. Der damalige Vorwurf lautete, Hunold sei mit Geschäftsreiseflugzeugen zu privaten Zwecken geflogen. Dessen Anwalt wies die Anschuldigungen damals als haltlos zurück.

© dpa, B. Pedersen, Lesen Sie auch: Joachim Hunold weist Veruntreuungsvorwürfe zurück

Von: br mit Material von dpa-AFX
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