Informationsportal zu "Fuel Dumping" in Vorbereitung

11.09.2018 - 14:24 0 Kommentare

Wenn Flugzeuge Kerosin ablassen, soll die Öffentlichkeit schon bald im Internet darüber informiert werden. Die Umsetzung stehe kurz vor dem Abschluss, teilte am Dienstag eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums mit.

Fule Jettison aus Passagiersicht an einem Airbus A340-600. - © © CC/GNU - Bobmil42

Fule Jettison aus Passagiersicht an einem Airbus A340-600. © CC/GNU /Bobmil42

Eine entsprechende Anweisung an die Deutsche Flugsicherung (DFS) und das Luftfahrtbundesamt (LBA) sei bis auf letzte technische Details umgesetzt. Von dem sogenannten Treibstoffschnellablass oder "Fuel Dumping" ist vor allem der Pfälzerwald betroffen.

Das rheinland-pfälzische Landeskabinett beschloss am Dienstag eine Initiative im Bundesrat, um zeitnahe Informationen zum sogenannten Fuel Dumping sicherzustellen. Nötig sei auch eine wissenschaftliche Untersuchung zu Ausmaß und Folgen der Treibstoffverschmutzung, erklärte Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) nach der Entscheidung im Ministerrat. Rheinland-Pfalz will die Entschließung in der nächsten Sitzung des Bundesrats am 21. September einreichen.

Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Jutta Blatzheim-Roegler, sprach von einem "Fortschritt, dass die Öffentlichkeit in Zukunft zeitnah über Kraftstoffschnellablässe durch das Luftfahrtbundesamt informiert werden soll". Erforderlich sei darüber hinaus eine europaweite Meldekette, da viele Treibstoffschnellablässe länderübergreifend stattfänden.

Fuel Dumping ist sehr selten

Kommt es während des Fluges zu einem Problem kann es sein, dass das Flugzeug zwar landen muss, aber noch schwerer als das maximale Landegewicht ist. Um Risiken bei der Landung zu umgehen, gibt es daher bei großen Flugzeugen für diese speziellen Fälle die Möglichkeit, dass Kerosin abgelassen werden kann.

Die hohe Eigengeschwindigkeit verbunden mit der in Relation geringen Auslassgeschwindigkeit führt dazu, dass ein Großteil des Kerosins verdampft und nur ein sehr geringer Teil am Erdboden ankommt – verteilt auf eine sehr große Fläche. Alles in allem wird dieses Verfahren ohnehin sehr selten angewandt - nicht zuletzt weil nicht alle Flugzeuge mit entsprechenden System ausgestattet sind.

Von: dpa, dh
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