Indonesien verbietet Dumpingpreise für Flug-Tickets

07.01.2015 - 10:31 0 Kommentare

In Indonesien soll das billigste Flug-Ticket künftig höchstens 40 Prozent billiger sein als das teuerste. Mit der Maßnahme zieht das Land Konsequenzen aus dem Absturz der AirAsia-Maschine. Bislang gibt es aber keine Hinweise darauf, das laxe Sicherheitsvorkehrungen bei dem Unglück eine Rolle spielten.

Eine Boeing 737 fliegt vor der untergehenden Sonne. - © © dpa - Christoph Schmidt

Eine Boeing 737 fliegt vor der untergehenden Sonne. © dpa /Christoph Schmidt

Nach dem Absturz des AirAsia-Maschine mit 162 Menschen an Bord will Indonesien Dumpingpreise für Flug-Tickets verbieten. Hintergrund sei, dass Preiskriege Billigflieger zu Sparmaßnahmen zwingen könnten, die die Sicherheit der Flugzeuge beeinträchtigen, sagte ein Sprecher des Transportministeriums am Mittwoch im Fernsehen. «Die Maßnahme soll sicherstellen, dass Fluggesellschaften genügend Geld haben, um die Sicherheit zu verbessern.»

Bislang gibt es allerdings keinerlei Hinweis darauf, das laxe Sicherheitsvorkehrungen bei dem AirAsia-Unglück eine Rolle spielten. Ermittler prüfen auch, ob schlechtes Wetter, ein mechanisches Problem am Airbus A320 oder ein Pilotenfehler den Absturz verursachten. Die Maschine war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya nach Singapur in die Javasee gestürzt. Der Pilot setzte keinen Notruf ab.

In Indonesien hat der Luftverkehr in den vergangenen Jahren geboomt. Billigflieger bieten teils Ticket für ein paar Euro an. Künftig soll das billigste Ticket höchstens 40 Prozent billiger sein als das teuerste, wie der Sprecher Hadi Djuraid sagte.

Von: dpa
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