Indien groundet 14 A320neo-Maschinen

12.03.2018 - 13:57 0 Kommentare

Die indische Luftfahrtbehörde hat für Airbus' Mittelstreckenjets mit den neuen Triebwerken des US-Herstellers Pratt & Whitney ein Flugverbot verhängt. Grund seien Sicherheitsbedenken, teilte die Behörde DGCA mit.

Betroffen von dem Verbot seien 14 Maschinen der A320neo-Reihe, erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg von einem Regierungsvertreter. Die fraglichen Jets sollen vor allem bei den Fluglinien IndiGo und GoAir im Einsatz sein.

Airbus kämpft bei seinem Verkaufsschlager A320neo bereits seit mehr als zwei Jahren mit Triebwerksproblemen. Vor allem der Getriebefan-Antrieb der United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney, der bei rund der Hälfte der Jets zum Einsatz kommt, brockte dem Flugzeugbauer 2016 und 2017 große Verzögerungen bei der Auslieferung der Jets ein.

Anfangs waren es Hitze- und Softwareprobleme. Bei seit Dezember 2017 ausgelieferten Maschinen löste eine erst seit jüngstem verbaute neuartige Dichtung Triebwerksausfälle beim Start und im Flug aus.

Pratt & Whitney wechselt auf zuvor verwendete Dichtungen

Die Luftfahrtbehörden in den USA und der EU haben für die von dem jüngsten Problem betroffenen Maschinen bereits Betriebseinschränkungen verhängt. Flugverbote verhängten sie aber nur für solche Flugzeuge, bei denen beide Triebwerke den problematischen Dichtungstyp enthalten.

Pratt & Whitney wechselt jetzt in der Produktion wieder auf die zuvor verwendeten Dichtungen zurück. Der Hersteller hatte zuletzt angekündigt, noch im März wieder einsetzbare Triebwerke zu liefern. An dem Antrieb ist auch der deutsche Triebwerksbauer MTU beteiligt.

© Pratt & Whitney, Lesen Sie auch: Pratt & Whitney findet Übergangslösung für A320neo-Problem

Von: cs, dpa-AFX
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