Artikel vom 03.01.2012 0

Air-Berlin-Tickets werden teurer Emissionshandel

Air Berlin hat höhere Ticketpreise angekündigt. Als Grund nannte das Unternehmen den zum Januar in der EU eingeführten Emissionshandel. Air Berlin rechnet dadurch mit einer Mehrbelastung von 28 Millionen Euro.

Unterseite eines Airbus' der Air Berlin - © © Air Berlin -

Unterseite eines Airbus' der Air Berlin

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin will die Kosten für den Erwerb von Emissionsrechten über höhere Ticketpreise an die Kunden weiter geben. Air Berlin werde die fixen Bestandteile der Flugpreise erhöhen, sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag. Die Kosten für den Erwerb der CO2-Zertifikate bezifferte sie für dieses Jahr auf 28 Millionen Euro. Die Lufthansa hatte am Montag angekündigt, die Kosten der Zertifikate über den Treibstoffzuschlag an die Kunden weiter zu geben.

Die Teilnahme am europäischen Emissionshandel ist mit Beginn des Jahres 2012 für Fluggesellschaften verpflichtend. Damit müssen sie für jede ausgestoßene Tonne Kohlendioxid eine Emissionsberechtigung abgeben. Diese werden vorerst weitgehend kostenlos zugeteilt.

Zur Zeit kosten die Emissionsrechte für eine Tonne CO2 rund 7,25 Euro. Noch bis Mitte 2011 kosteten die Rechte an der European Energy Exchange noch über 15 Euro. In Brüssel wird daher bereits diskutiert, einen Mindestpreis pro Tonne CO2 festzulegen und somit in den Markt einzugreifen. Den aktuellen Preis für EU Allowances (EUA) Euro/t CO2 listet airliners.de bereits seit einiger Zeit im Chart auf der Startseite auf.

Stand: 03.01.2012 - 4:24 PM Uhr

Quelle: dapd, airliners.de

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