Artikel vom 25.11.2011 0
Single European Sky kommt nicht voran EU-Kommission schlägt Alarm
© EU-Kommission
Mangelnder Fortschritt bei der FAB-Umsetzung.
Nach einem Bericht der EU-Kommission ist Deutschland - ebenso wie mehrere andere EU-Länder - bei der Umsetzung des "Single European Sky" (Einheitlicher Europäischer Luftraum, SES) im Verzug. Deutschland erreiche die EU-Ziele nicht, weder in punkto Kapazität, Pünktlichkeit noch Kosteneffizienz, bemängelt die EU-Behörde in dem am Freitag in Brüssel vorgestellten Bericht.
Nur fünf der 27 EU-Staaten - Belgien, Dänemark, Litauen, Luxemburg und die Niederlande - liegen nach Angaben der EU-Kommission im Zeitplan. 20 Länder verfehlen mit den vorgelegten Plänen die Ziele bei der Kosteneffizienz. Auch die Arbeiten an den so genannten Funktionalen Luftraumblöcken (Functional Airspace Blocks, FABs) sind nur in Teilen Europas vorangeschritten.
Die EU-Kommission schlägt wegen der Verzögerungen Alarm. «Wir laufen Gefahr, in Rückstand zu geraten, so dass wir den zunehmenden Luftverkehr nicht mehr bewältigen können, der bis 2030 auf fast das Doppelte ansteigen wird», warnte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas.
Zur Schaffung eines gemeinsamen Flugraums hatte die Kommission den nationalen Flugsicherheitsbehörden Ziele gesteckt. Die Länder sollen zeigen, wie sie die Pläne in die Tat umsetzen wollen. Überprüft werden die Fortschritte von der Europäischen Flugsicherungsbehörde Eurocontrol.
Kapazitätsmängel und ineffiziente Vorgaben für die Luftraumnutzung führen im europäischen Luftverkehr immer noch zu unnötigem Treibstoffverbrauch und Verspätungen. Allein mit der Umsetzung des SES könnten bis zu 12 Prozent CO2-Emissionen eingespart werden. Gleichzeitig sollen die Kosten für die Luftraumüberwachung gesenkt und die Sicherheit gesteigert werden.
Link: Mitteilung der EU-Kommission
Stand: 25.11.2011 - 4:56 PM Uhr
Quelle: airliners.de, dpa
Meistgelesen
- 1 Air Berlin wagt den Billigst-Tarif Neue Tarifstruktur
- 2 Lufthansa-A380 heißt «Berlin» Taufe in Tegel
- 3 A400M-Tests in Brandenburg beendet Testflüge verliefen «nicht nach Plan»
Anzeige

FABEC-Organisationen unterzeichnen Vertrag
FABEC erhält EU-Fördermittel