Artikel vom 08.02.2012 0

Fraport holt Metz als Berater «Kleines Mandat»

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat den ehemaligen hessischen Regierungssprecher Dirk Metz an Bord geholt. Metz ist auf Krisenkommunikation spezialisiert und soll Fraport im Fluglärmstreit beraten.

Dirk Metz - © © dpa - Uwe Zucchi

Dirk Metz

Im Streit über Fluglärm am Frankfurter Flughafen mischt seit neuestem ein alter Bekannter der Landespolitik mit: Hessens früherer Regierungssprecher Dirk Metz (55) berät den Flughafenbetreiber Fraport. Metz selbst sprach auf dpa-Anfrage am Mittwoch von einem «kleinen Mandat». Er hatte von 1999 bis 2010 dem Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) als Sprecher gedient und arbeitet seitdem als selbstständiger Kommunikationsberater - mit einer Spezialisierung auf Krisenkommunikation.

Mit Rücksicht auf seinen Auftraggeber wollte sich Metz nicht zu der Diskussion über den gestiegenen Fluglärm durch die neue Frankfurter Landebahn äußern. «Ich berate, aber ich spreche nicht für die Fraport», sagte er.

Auch der Flughafenbetreiber spricht vor allem von Beratung. Metz sei «ein Kommunikationsprofi, der sich mit allen Aspekten des Flughafens auskennt», sagte Fraport-Sprecher Jürgen Harrer der dpa. «Es geht um die Abfrage von Einschätzungen und konkrete Beratung - um nicht mehr, aber auch nicht um weniger.»

Nach seinem Ausscheiden aus der hessischen Regierung hat Metz unter anderem den damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) beraten. Dabei hat er am Konzept der Mediation mitgearbeitet, die den gesellschaftlichen Großkonflikt um das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 entschärfte.

Stand: 08.02.2012 - 4:39 PM Uhr

Quelle: dpa

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