Artikel vom 23.11.2011 0

CDU-Arbeitsgruppe zu Fluglärm Flughafen Frankfurt

Die hessische CDU hat eine Arbeitsgruppe zur Fluglärmverringerung am Frankfurter Flughafen eingerichtet. Das Gremium soll Lösungskonzepte für eine Entlastung der Bevölkerung erarbeiten. Die Opposition im Landtag kritisiert, Vorschläge gebe es bereits genug.

Eine Lufthansa-Maschine rollt von der Nordwest-Landebahn über eine Brücke zu den Terminals des Flughafens in Frankfurt am Main, während Autos die Autobahn A3 befahren. - © © dpa - Marc Tirl

Eine Lufthansa-Maschine rollt von der Nordwest-Landebahn über eine Brücke zu den Terminals des Flughafens in Frankfurt am Main, während Autos die Autobahn A3 befahren.

Die hessische CDU-Fraktion hat eine Arbeitsgruppe zur Reduzierung des Fluglärms am Frankfurter Flughafen ins Leben gerufen. Das Gremium soll Maßnahmen zur Entlastung der Bevölkerung prüfen und Lösungsvorschläge erarbeiten, wie die CDU am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Dazu gehörten der aktive und passive Schallschutz sowie die Flugroutenplanung. Die Opposition im Landtag kritisierte, dass die Vorschläge zur Lärmreduzierung längst auf dem Tisch lägen. Die Landesregierung müsse sie endlich umsetzen.

Die Arbeitsgruppe wird von den CDU-Abgeordneten Walter Arnold und Peter Stephans geleitet. "Als CDU-Landtagsfraktion nehmen wir die Sorgen und Nöte der Menschen rund um den Frankfurter Flughafen sehr ernst", sagte CDU-Fraktionschef Christean Wagner. Er verwies auf die wirtschaftlichen Chancen, die durch den Ausbau des Flughafens etwa für die Fluggesellschaften entstanden seien. Deshalb müssten diese auch einen Teil der Kosten zur Lärmreduzierung tragen, zum Beispiel durch längere Anflugverfahren.

Zur Verringerung des Fluglärms war vor rund zwei Monaten bereits eine Task Force Flugwegoptimierung eingerichtet worden. Zu den Mitgliedern der Kommission gehören unter anderem das hessische Wirtschaftsministerium, die Wiesbadener Staatskanzlei, der Flughafenbetreiber Fraport, die Deutsche Flugsicherung sowie die Fluggesellschaften Lufthansa und Condor.

Opposition fordert Rücknahme der Revision

Die Grünen kritisierten, dass eine weitere Arbeitsgruppe den Bürger nicht die dringend notwendige Entlastung bringe. "Die Menschen wollen nicht immer weitere Arbeitsgruppen, sondern weniger Krach", betonte der Abgeordnete Frank Kaufmann. Es gebe bereits Vorschläge für eine Entlastung, die Landesregierung müsse sie endlich umsetzen.

Auch die SPD bezeichnete den Arbeitskreis als eine "typische Verlegenheitslösung einer völlig desorientierten CDU". Vor drei Wochen habe es die CDU-Fraktion verpasst, durch die Rücknahme der Revision beim Bundesverwaltungsgericht ihr Versprechen zum Nachtflugverbot einzuhalten. "Diesen Wortbruch kann kein Arbeitskreis heilen", sagte der SPD-Abgeordnete Uwe Frankenberger.  

Stand: 23.11.2011 - 7:32 AM Uhr

Quelle: dapd

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