Artikel vom 01.02.2012 0

Wöhrl steigt bei Intersky ein

Teilverkauf

Die Regionalfluggesellschaft Intersky hat offenbar einen Investor gefunden. Am Freitag sollen Details auf einer Pressekonferenz genannt werden. Neben den Geschäftsführern und Gründern sind auch Hans Rudolf Wöhrl und Peter Oncken von der Intro Aviation dabei.

Rumpf einer Dash-8Q-300 der InterSky  - © © AirTeamImages.com -

Rumpf einer Dash-8Q-300 der InterSky

Die von Hans Rudolf Wöhrl und Peter Oncken geführte Intro Aviation steht offenbar vor einem Einstieg bei der Regionalfluggesellschaft Intersky. Die Bodenseeairline, derzeit im Familienbesitz, teilte mit, dass am Freitag die Öffentlichkeit über informiert werden soll. Wöhrl war schon im November als potentieller Investor für Intersky gehandelt worden.

Wöhrl ist einer der bekanntesten Airlinepersönlichkeiten in Deutschland. 1974 hatte er den Nürnberger Flugdienst (NFD) ins Leben gerufen. 1992 verschmolz die Regionalfluggesellschaft mit der Regionalflug (RFG) zur Eurowings. Wöhrl verkaufte seinen seinen Anteil und stieg bei Saarland Airlines ein. Diese flog hauptsächlich für den deutschen Veranstalter MP Travel Line. Als dieser 1993 Insolvenz anmelden musste zog er auch die Fluglinie mit in den Konkurs.

2003 erwarb Wöhrl über seine Intro Verwaltungsgesellschaft für einen symbolischen Euro die defizitäre Deutsche BA, die anschließend zur dba umgebaut wurde. Zusammen mit der MIC GmbH des langjährigen LTU-Geschäftsführers Jürgen Marbach übernahm Intro im Jahr 2006 die LTU Luftverkehrsgesellschaft. Beide Fluglinien wurden nach der Sanierung gewinnbringend an Air Berlin veräußert. 2010 übernahm Intro die Alpha Exec, einen in Nürnberg ansässigen Anbieter für Geschäftsreiseflüge. Nach Erweiterung der Betriebslizenz wurden unter der Marke Flynext kurzzeitig Charterflüge mit Airbus A319 der Germania durchgeführt.

Das abgelaufene Jahr war für Intersky nach Eigenangaben das „schwierigste Jahr seit der Unternehmensgründung“. Die Einführung der Ticketsteuer in Deutschland und Österreich, der steigende Rohölpreis, der schwache Euro-Dollar-Kurs und die Konkurrenz mit Austrian Airlines und People's Viennaline auf der Wien-Strecke setzten der Airline zu. Befördert wurden rund 186.000 Passagiere und damit zehn Prozent weniger gegenüber 2010. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 26,8 Millionen Euro. Grund hierfür seien mehr Charterflüge und Geschäftsreisende, die mehr Geld für Tickets ausgegeben haben.

Stand: 01.02.2012 - 12:12 PM Uhr

Quelle: airliners.de

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