Artikel vom 24.01.2012 0

Mannheimer Flugplatz muss gesundschrumpfen

Der Flugplatz Mannheim stellt sich auf einen harten Sparkurs ein. Nachdem Cirrus Airlines den Flugbetrieb aufgegeben hat, entgeht dem Flugplatz etwa ein Drittel seines Umsatzes. Nun sollen Kurzarbeit beantragt und Investitionen verschoben werden.

Ein Businessjet fährt in Mannheim am Tower und der Abfertigungshalle vorbei. - © © dpa - Uwe Anspach

Ein Businessjet fährt in Mannheim am Tower und der Abfertigungshalle vorbei.

Nach dem Rückzug der Cirrus Airlines stellt sich der Mannheimer Flugplatz auf einen harten Sparkurs ein. In einem ersten Schritt sollen Überstunden abgebaut und Kurzarbeit beantragt werden, sagte Geschäftsführer Reinhard Becker am Montag und bestätigte Medienberichte. Zudem müssten Investitionen wie die Sanierung des Parkplatzes verschoben werden.

«In den vergangenen Jahren waren wir die große Ausnahme unter den Flugplätzen, weil wir einen kleinen Gewinn erzielen konnten. Jetzt werden wir uns wohl in die Reihe derer einreihen müssen, die Verluste schreiben», sagte Becker.

Cirrus hatte den Flugbetrieb aufgegeben, weil das Geschäft mit kleinen Flugzeugen mit 30 Sitzen nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sei. Dem Flugplatz entgehen damit rund eine Million Euro, das entspricht etwa einem Drittel seines Umsatzes. «Diese Verluste können wir mit Einsparungen nicht kompensieren», sagte Becker.

Bislang hatte der Flugplatz bei einem Umsatz von rund drei Millionen Euro jährlich einen kleinen Gewinn von 10.000 bis 15.000 Euro abgeworfen. Jetzt müssten die Gesellschafter in die Tasche greifen, um das für die Region wichtige Infrastrukturprojekt zu halten, sagte Becker. Träger des Flugplatzes sind die Stadt Mannheim mit 60 Prozent, ein Viertel der Anteile hält das Land, den Rest teilen sich Ludwigshafen und Heidelberg.  

Stand: 24.01.2012 - 7:38 AM Uhr

Quelle: dpa

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