Artikel vom 07.02.2012 0

Flugbegleiter verklagen Lufthansa

Streit um Leiharbeiter-Einsatz

Die Flugbegleiter der Lufthansa wehren sich nun gerichtlich gegen die Pläne des Unternehmens, Flugzeuge am künftigen Hauptstadtflughafen mit konzernfremdem Personal zu besetzen. Eine Unterlassungsklage sei bereits eingereicht worden.

Ein Besatzungsmitglied posiert am 19. Mai 2010 am Airbus-Standort in Hamburg vor der Auslieferung des ersten Airbus A380 für die Lufthansa in der Economy Class. - © © dpa - Maurizio Gambarini

Ein Besatzungsmitglied posiert am 19. Mai 2010 am Airbus-Standort in Hamburg vor der Auslieferung des ersten Airbus A380 für die Lufthansa in der Economy Class.

Die Kabinenmitarbeiter wehren sich nun gerichtlich gegen Pläne der Deutschen Lufthansa, am Berliner Hauptstadtflughafen die Flugzeuge mit konzernfremdem Personal zu besetzen. Eine Unterlassungsklage gegen das Vorhaben der Airline sei beim Arbeitsgericht in Frankfurt eingereicht worden.

Der Vorsitzende der Personalvertretung, Alexander Behrens, sagte, dass für diese Klage eine mündliche Anhörung am 15. Februar anberaumt worden sei. Ziel sei es, die Lufthansa von ihrem Vorhaben abzubringen. Die Mitarbeitervertretung habe Lufthansa zuvor eine Frist gesetzt, um sich außergerichtlich zu einigen. Die Airline habe diese Frist aber verstreichen lassen, fügte Behrens hinzu.

Deutschlands größte Airline will am Flughafen Schönefeld 15 Maschinen stationieren und muss eigenen Angaben zufolge hier zu geringeren Kosten arbeiten als an anderen Standorten. Die Lufthansa hatte Anfang Januar Pläne bestätigt, für den neuen Berliner Flughafen rund 200 Flugbegleiter über einen Personaldienstleister zu rekrutieren. Ein Unternehmenssprecher begründete dies mit dem "harten, sehr speziellen" Wettbewerb mit vielen Billiganbietern an dem Flughafen, der Anfang Juni öffnen soll.  

Stand: 07.02.2012 - 7:59 AM Uhr

Quelle: dapd, AFP

Empfehlen:

Anzeigen

Kommentare
Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen

mit Unterstützung durch Disqus
Aktuell kommentiert
Powered by Disqus