Fluggastabfertigung bei Lufthansa
Nachdem das Bundeskabinett am Mittwoch die umstrittene Luftverkehrsabgabe beschlossen hat, preschte die Deutsche Lufthansa vor und kündigte als eine der ersten Fluggesellschaften an, dass sie die Abgabe voll an die Passagiere weiterreichen werde. Das Unternehmen könne die zusätzlichen Belastungen nicht kompensieren könnten, sagte ein Sprecher von Deutschlands größter Fluggesellschaft am Mittwoch. Zugleich erneuerte der Konzern seine Kritik an der geplanten Steuer, die er "nach wie vor strikt ablehnt".
Die Luftverkehrsabgabe ist in drei Entfernungsstufen gestaffelt. Demnach sollen von 2011 an für Kurzstrecken 8 Euro, für mittellange Strecken zwischen 2500 und 6000 Kilometer 25 Euro und für Langstrecken 40 Euro erhoben werden. "Solche nationalen Alleingänge schwächen den Luftverkehrsstandort Deutschland", hieß es bei Lufthansa weiter. Es werde zu massiven Wettbewerbsverzerrungen kommen.
Der DAX-Konzern sieht sich als größte deutsche Fluggesellschaft besonders hart von der Steuer betroffen. Die Relation zwischen Abgabebelastung und Entfernung benachteilige besonders stark die für die Exportnation Deutschland wichtigen globalen Verbindungen, hieß es. Die Luftverkehrsabgabe werde zu einem Konjunkturmotor für ausländische Airlines und Flughäfen, wie die Erfahrungen in den Niederlanden gezeigt hätten.
Quelle: ddp
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