In Verkaufsprozess des Flughafens Hahn kommt Bewegung

12.01.2016 - 15:27 0 Kommentare

Unter den Bietern für den Flughafen Hahn soll sich zumindest ein chinesischer Investor befinden. Aufsichtsratschef Barbaro spricht von "substanziellen Angeboten" - auch wenn er sich sonst in Schweigen hüllt.

Salvatore Barbaro, Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Hahn GmbH  - © © dpa - Thomas Frey

Salvatore Barbaro, Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Hahn GmbH © dpa /Thomas Frey

Chinesen wollen den Hunsrück-Flughafen Hahn kaufen. Aus Kreisen der Luftfahrt wurde am Dienstag bestätigt, dass mindestens einer der drei verbliebenen Bieter aus dem Reich der Mitte komme und sich den kriselnden Airport bereits angeschaut habe. Zuvor hatte die "Rhein-Zeitung" berichtet, dass die drei Interessenten wohl "überwiegend oder gar ausschließlich chinesischer Herkunft" seien. Sie würden in vertraulichen Unterlagen "mit asiatischen Städtenamen verschlüsselt".

Hahn-Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro sprach von "substanziellen Angeboten", hüllte sich aber ansonsten in Schweigen. "Es ist ein laufendes Ausschreibungsverfahren. Wenn man darüber redet, kann man es gefährden", teilte er mit. Der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionsvize Alexander Licht sagte: "Die Vermutung liegt nahe, dass die verbliebenen Bieter sehr stark asiatisch dominiert sind."

Bereits Mitte Dezember hatte die "Allgemeine Zeitung" unter anderem von einem chinesischen Kaufinteressenten berichtet. Wie die Zeitung mit Verweis auf eigene Informationen damals schrieb, soll er 60 Millionen Euro dafür verlangt haben, dass er den Hahn übernimmt.

Bis zum Frühjahr soll der Flughafen verkauft sein. 2016 wird ein Defizit von fast 16 Millionen Euro erwartet. Der Airport gehört zu 82,5 Prozent Rheinland-Pfalz und zu 17,5 Prozent Hessen. Beide Bundesländer wollen ihre Anteile am früheren US-Militärflughafen verkaufen. Die EU-Kommission in Brüssel hatte im vergangenen Jahr in zwei Beihilfeverfahren frühere Subventionen des Landes für den Airport gebilligt und so den Weg für einen Verkauf freigemacht.

Von: gk, dpa
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