IG-Metall-Vorstand empfiehlt Forderung von 4,5 bis 5 Prozent mehr Geld

02.02.2016 - 16:19 0 Kommentare

Der Vorstand der IG Metall empfiehlt, in der anstehenden Tarifrunde eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von 4,5 bis 5 Prozent zu fordern. Abschließend will die Gewerkschaft Ende des Monats entscheiden.

Mitarbeiter stehen an einem Airbus in der A320-Endmontagehalle auf dem Werksgelände von Airbus in Hamburg-Finkenwerder. - © © dpa - Marcus Brandt

Mitarbeiter stehen an einem Airbus in der A320-Endmontagehalle auf dem Werksgelände von Airbus in Hamburg-Finkenwerder. © dpa /Marcus Brandt

Der Vorstand der IG Metall spricht sich für eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von 4,5 bis 5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten aus. Ein entsprechender Forderungsrahmen ist den regionalen Tarifkommissionen für die anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie empfohlen worden, teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit.

Im Pilotbezirk Baden-Württemberg hatte sich die IG Metall zuvor für fünf Prozent mehr Entgelt ausgesprochen. Diese Forderung ist mit in die aktuelle Empfehlung eingeflossen.

Die regionalen Tarifkommissionen wollen ihre Forderungen nun am 23. Februar beschließen. Abschließend werden sie vom Vorstand der IG Metall am 29. Februar festgelegt, hieß es jetzt weiter. Die Entgelttarifverträge laufen am 31. März aus.

Arbeitgeber schließen größere Zugeständnisse aus

Vor Beginn der Tarifrunde hatte der Arbeitgeberverband Nordmetall größere Zugeständnisse ausgeschlossen. "Für tarifliche Höhenflüge ist das wirklich die falsche Zeit", sagte Verhandlungsführer Thomas Lambusch unlängst der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es gebe nur wenige "Leuchttürme", denen es sehr gut gehe. Dies sei beispielsweise bei Airbus der Fall.

Der Flugzeughersteller war im vergangenen Jahr ein Schwerpunkt der Warnstreiks im Norden. Und Arbeitsniederlegungen sind auch in diesem Jahr nicht ausgeschlossen, die Arbeitgeber wollen diese notfalls sogar riskieren, wie die "Wirtschaftswoche" exklusiv berichtete.

Von: gk
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