Runway Safety Symposium

ICAO will mehr Sicherheit auf den Pisten

26.05.2011 - 12:11 0 Kommentare

Fast ein Drittel der Flugzeugunfälle in den letzten Jahren haben sich beim Start oder der Landung ereignet. Beim Runway Safety Symposium der ICAO in Montréal diskutierten Luftfahrtakteure über Herausforderungen und Möglichkeiten, die Sicherheit auf den Pisten zu erhöhen.

Verunglückter WindJet-A319 (24.09.2010) - © © dpa - Franco Lannino

Verunglückter WindJet-A319 (24.09.2010) © dpa /Franco Lannino

Fast ein Drittel der Flugzeugunglücke ereignen sich nach Angaben der Internationalen Organisation für Zivilluftfahrt (ICAO) am Boden. Von den 1429 Flugzeugunfällen in den Jahren 1995 bis 2008 hätten sich 431 während des Starts oder der Landung ereignet, sagte die ICAO-Direktorin für Luftnavigation, Nancy Graham, am Dienstag (Ortszeit) beim Runway Safety Symposium im kanadischen Montréal.

Ursache seien insbesondere mangelhafte Markierungen der Start- und Landebahnen sowie Fehler der Fluglotsen oder der Piloten.

Die Zahl der Unfälle in der Luftfahrt ging laut Graham 2010 auf einen Rekord-Tiefststand zurück. Allerdings werde der Flugverkehr in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich um 70 Prozent zunehmen, sodass mit einer Zunahme von Unfällen zu rechnen sei.

An dem Runway Safety Symposium nahmen von Dienstag bis Donnerstag rund 450 Experten aus 75 Ländern teil. Die ICAO richtete diese Veranstaltung aus, um die operativen und regulativen Aspekte zu erörtern, die auf den Pisten für die Sicherheit des Flugbetriebs relevant sind. Diskutiert werden sollten das Zusammenspiel von Flughafen, Flugsicherung und Airlines sowie Kommunikationsabläufe.

„Flughafen- und Flugzeugbetreiber, Piloten- und Fluglotsenverbände, Flugzeug- und Avionikhersteller sowie Flugsicherungsunternehmen und Behörden spielen allesamt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von effektiven Strategien für Sicherheit auf den Start- und Landebahnen“, erklärte Graham. „Eine der Hauptaufgaben der ICAO wird künftig sein, eine Verbesserung der Koordination zwischen diesen Gruppen durchzusetzen, sodass Informationsweitergabe und beste Verfahrensweisen bei Unfällen am Boden den beteiligten Luftfahrtakteuren schneller und auf international harmonisierten Grundlagen zu Gute kommen.“  

Von: AFP, airliners.de
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