Umsatz stabil

Iberia rutscht operativ in die roten Zahlen

05.08.2008 - 15:16 0 Kommentare

Iberia ist im ersten Halbjahr wegen der hohen Kerosinkosten operativ in die roten Zahlen gerutscht. Unterdessen kündigte die spanische Airline an, weitere Anteile von British Airways (BA) übernehmen zu wollen.

Das Unternehmen teilte am Dienstag in Madrid mit, dass sich der Verlust vor Steuern und Zinsen im ersten Halbjahr auf gut 32 Millionen Euro belaufe. Ein Jahr zuvor hatte die Airline, die derzeit vor der Fusion mit British Airways steht, noch ein Plus von 70 Millionen Euro erzielt. Unter dem Strich verbuchte Iberia einen Überschuss von knapp 21 Millionen Euro nach rund 74 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit 16 Millionen Euro gerechnet.

Der Umsatz blieb 2,67 Milliarden Euro in etwa stabil (plus 0,1 Prozent). Bei einem stabilen Wechselkurs zum Dollar wären sie den Angaben zufolge um 3,4 Prozent gewachsen. Die Treibstoffkosten stiegen im gesamten ersten Halbjahr um 199,5 Millionen Euro. Die übrigen Kosten des laufenden Geschäfts gingen hingegen um 93,5 Millionen Euro zurück.

Iberia gab sich aber zuversichtlich, das laufende Geschäftsjahr mit einem positiven Reingewinn abschließen zu können. Mit Blick auf 2009 teilte die Fluglinie mit, sich bereits 30 Prozent des dann benötigten Treibstoffes gesichert zu haben.

Die spanische Airline steht vor einer Fusion mit British Airways. Die beiden Fluggesellschaften hatten am letzten Dienstag Gespräche über einen Zusammenschluss offiziell bestätigt. BA und Iberia halten seit längerem eine «strategische Partnerschaft». Großbritanniens größte Fluggesellschaft hatte ihren Anteil an Iberia zuletzt auf 13,15 Prozent erhöht. Iberia wiederum hält derzeit 2,99 Prozent an BA und hat das Zugriffsrecht auf weitere knapp 7 Prozent der Gesellschaft. Beide Marken würden nach den Plänen jedoch erhalten bleiben.

Iberia will weitere Anteile an British Airways kaufen

Am heutigen Dienstag kündigte Iberia-Chef Ferando Conte bei einer Telefonkonferenz an, Iberia wolle zudem ihre Anteile an British Airways (BA) in den kommenden Monaten aufstocken. Die Beteiligung solle aber, mit Blick auf die bevorstehende Fusion, weiterhin nicht mehr als 9,99 Prozent betragen.

Von: dpa-AFX, airliners.de
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