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IATA zeigt Checkpoint der Zukunft

07.06.2011 - 11:25 0 Kommentare

Die IATA hat den Prototyp einer vollautomatischen Sicherheitskontrolle vorgestellt. Die Passagierströme sollen dabei durch drei Tunnel geleitet werden, in denen die Fluggäste und ihr Handgepäck im Vorbeigehen gescannt werden.

Im Checkpoint der Zukunft sollen die Passagierstr

Im Checkpoint der Zukunft sollen die Passagierstr
© IATA

Checkpoint der Zukunft: Gescannt wird im Tunnel.

Checkpoint der Zukunft: Gescannt wird im Tunnel.
© IATA

Im Checkpoint der Zukunft sollen die Passagierströme durch drei Tunnel geleitet werden.

Im Checkpoint der Zukunft sollen die Passagierströme durch drei Tunnel geleitet werden.
© IATA

Checkpoint der Zukunft: Gescannt wird im Tunnel.

Checkpoint der Zukunft: Gescannt wird im Tunnel.
© IATA

Die aufwendigen und nervigen Sicherheitschecks am Flughafen könnten bald ein Ende haben. Der Weltluftfahrtverband IATA hat bei seiner Jahrestagung am Dienstag in Singapur den Prototyp einer vollautomatischen Sicherheitskontrolle vorgestellt. Dabei muss das Handgepäck nicht mehr auf ein Laufband gelegt werden, die Laptops bleiben in der Tasche und die Schuhe an den Füßen.

"Wir geben im Jahr 7,4 Milliarden Dollar aus, um die Luftfahrt sicher zu machen", sagte IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani. "Aber die Passagiere sehen nur Ärger. Dabei sollen sie doch mit Würde durch die Kontrollen kommen, ohne gestoppt zu werden, ohne sich ausziehen zu müssen und mit Sicherheit, ohne begrapscht zu werden."

Der "Checkpoint der Zukunft" besteht aus drei etwa zehn Meter langen Röhren mit unterschiedlich hohen Sicherheitskontrollen. Vielflieger, die ihre persönlichen Angaben in einer Datenbank hinterlegt haben, werden anhand ihrer Pass- und biometrischer Daten erkannt und gehen durch die erste Röhre. Im Vorbeigehen scannen Maschinen in den Wänden Mensch und Gepäck nach Metallgegenständen und Flüssigkeiten.

Wer anhand seines Passes als Passagier mit "normalem Risiko" identifiziert wird, geht durch die zweite Röhre. Hier prüft ein Scanner - im Vorbeigehen - auch Sprengstoffspuren. Die dritte Röhre ist für Risiko-Passagiere, die etwa vorbestraft sind. Sämtliche Scanner sind darauf geeicht, schärfer zu kontrollieren.

Der Prototyp sei auf begeisterte Zustimmung der Airlines und Flughäfen gestoßen, sagte der IATA-Direktor für Sicherheit, Kenneth Dunlap. Es sei jetzt an der Industrie, die nötigen Technologien zur Reife zu bringen. "Das wäre das Ende langer Schlangen vor den Kontrollen. Nach IATA-Angaben könnte die Vision in fünf Jahren Wirklichkeit werden. Die IATA schätzt, dass ein Drittel der Passagiere sich als Vielflieger registrieren lassen würden und 60 Prozent als "Normalrisiko" eingestuft würden.  

Die vorherige Einteilung der Passagiere nach "Risikogruppen" stößt auch auf Kritik, denn es besteht die Gefahr der Diskriminierung. Passagiere könnten fragen, warum sie anders behandelt werden als andere Fluggäste, warnte der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU) im Dezember, als über das "Profiling" von Passagieren diskutiert wurde. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sprach von einer Stigmatisierung von Fluggästen, wenn man sie planmäßig nach ihrer Herkunft oder Religion einteile.

Von: dpa-AFX
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