Deutlich mehr Passagiere und Fracht im Februar

IATA verzeichnet starken Aufschwung

30.03.2010 - 18:05 0 Kommentare

Die IATA hat im Februar eine deutlich Erholung bei den Fracht- und Passagierzahlen der Airlines weltweit festgestellt. Die Verkehrszahlen seien demnach fast wieder auf dem Vor-Krisen-Niveau angekommen.

Fingersteig B des Flughafen Frankfurt - © Fraport AG -

Fingersteig B des Flughafen Frankfurt Fraport AG

Die International Air Transport Association (IATA) hat im Februar eine weitere Erholung im weltweiten Luftverkehr festgestellt. Im Vergleich zum Februar 2009 seien die Passagierzahlen durchschnittlich um 9,5 Prozent und das beförderte Frachtvolumen um 26,5 Prozent gestiegen. Die Auslastung habe bei 75,5 Prozent gelegen.

Dies seien starke Zuwächse, erklärte der Airline-Verband, aber es müsse berücksichtigt werden, dass die Passagierzahlen im Februar 2009 aufgrund der Wirtschaftskrise einen Tiefstand erreicht hatten. Die Zahl der beförderten Fluggäste müsste weltweit im Schnitt noch einmal um 1,4 Prozent steigen, bis das Niveau von vor der Krise wieder erreicht sei. Bei der Luftfracht sei diesbezüglich noch ein Wachstum von 3 Prozent nötig.

„Wir bewegen uns in die richtige Richtung. In zwei bis drei Monaten sollte die Branche wieder Verkehrszahlen wie vor der Krise aufweisen können“, prognostiziert IATA-Chef Giovanni Bisignani.

Das Wachstum fiel im Februar in den einzelnen Regionen jedoch unterschiedlich stark aus: Die geringsten Zuwächse (4,3 Prozent) wurden in Europa verzeichnet. Als Gründe dafür nannte die IATA die weiter schwächelnde Wirtschaft in einigen Ländern sowie steigende Arbeitslosenzahlen und Streiks. Bei den nordamerikanischen Airlines war das Wachstum mit 4,4 Prozent nur geringfügig höher. Dies lag laut der IATA an den starken Kapazitätenkürzungen (minus 3 Prozent gegenüber Februar 2009) und der vergleichsweise schwachen Nachfrage.

Im Gegensatz dazu konnten die Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten und dem asiatisch-pazifischen Raum Zuwächse von 25,8 beziehungsweise 13,5 Prozent verzeichnen. Auch die lateinamerikanischen (8,5 Prozent) und afrikanischen (9,8 Prozent) verzeichneten ein deutliches Wachstum.

Auch im Frachtgeschäft war das Wachstum sehr unterschiedlich: Während die Fluggesellschaften aus Nordamerika (34,1 Prozent), dem Asien-Pazifik-Raum (34,5 Prozent) und Lateinamerika (41,9 Prozent) ihr Frachtvolumen erheblich steigern konnten, bilden die europäischen Fluggesellschaften mit einem Wachstum von lediglich 7,2 Prozent das Schlusslicht.

Von: airliners.de
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