IATA: Unfallrate auf historischem Tiefpunkt

23.02.2011 - 12:05 0 Kommentare

Der Branchenverband IATA hat im vergangenen Jahr auf je 1,6 Millionen Flüge nur einen Unfall gezählt. Die Unfallquote mit Flugzeugen aus westlicher Produktion ist damit auf 0,61 gesunken. Doch pro Unfall gab es mehr Todesopfer.

Wrack der am 16.8.2010 verunfallten Boeing 737 der AIRES auf dem Flughafen San Andres. - © © dpa - Colombia Air Force

Wrack der am 16.8.2010 verunfallten Boeing 737 der AIRES auf dem Flughafen San Andres. © dpa /Colombia Air Force

Die Unfallrate bei Flugzeugen westlicher Bauart ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gesunken. So gab es lediglich einen Unfall auf 1,6 Millionen Flüge weltweit, wie der Branchenverband IATA am Mittwoch mitteilte. Allerdings gab es im Vergleich zum Vorjahr mehr Unfälle sowie mehr Todesopfer: insgesamt kamen 786 Menschen bei 23 Abstürzen ums Leben, 2009 waren es 685 Tote gewesen. Die Zahl der Flugunfälle stieg im vergangenen Jahr von 90 (2009) auf 94.

Die Unfallrate wird im Verlust von Flugzeugen gemessen, die zerstört oder so sehr beschädigt wurden, dass sie nicht mehr repariert werden können. Nach IATA-Angaben lag diese Quote 2010 bei 0,61 und damit noch niedriger als 2006, als sie 0,65 betrug. Auf ein Jahrzehnt gesehen sank die Unfallquote den IATA-Angaben zufolge um 42 Prozent.

Insgesamt nahmen 2010 2,4 Milliarden Menschen das Flugzeug, 36,8 Millionen Flüge wurden weltweit sicher absolviert. Dabei gab es 17 Totalverluste von Flugzeugen westlicher Bauart. 2009 waren es 19 Verluste. Insgesamt gab es 94 Unfälle von westlichen und östlichen Mustern - davon 23 schwere (2009: 90 Unfälle, davon 18 schwerwiegend).

Zudem gibt es regionale Unterschiede: Am sichersten sind die Regionen Nordamerika (0,1), Europa (0,45), Nordasien (0,34) und Russland, wo es 2010 keine Vorfälle mit Flugzeugen westlicher Hersteller gab. Die höchste Unfallrate hat weiter Afrika mit 7,41, obwohl diese im Vergleich zu 2009 (9,94) deutlich gesunken ist.

"Sicherheit hat oberste Priorität", sagte IATA-Chef Giovanni Bisignani. Jeder Unfall sei jedoch eine menschliche Tragödie, die das "ultimative Ziel" in Erinnerung rufe, "keine Unfälle, keine Toten".

Von: AFP, airliners.de
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