IATA: «Strafpolitik» wird CO2 Emissionen nicht reduzieren

16.07.2008 - 20:10 0 Kommentare

Die International Air Transport Association (IATA) ruft die Regierungen auf, ihre „Strafpolitik“ mit Umweltsteuern aufzugeben und durch globale Lösungen für den Umweltschutz zu ersetzen. Dadurch könnten der IATA zufolge tatsächlich zwei Prozent der globalen Treibstoff-Emissionen durch die Luftfahrtindustrie reduziert werden.

“Steuern bezwecken keinen Rückgang der Emissionen. Erst verbesserte operative Abläufe und technologische Fortschritte werden dies ermöglichen“, betonte Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA, beim Sustainable Aviation Briefing im Rahmen der Farnborough International Air Show.

“Die Luftfahrt-Industrie steckt in einer tiefen Krise. Mit Treibstoffkosten in Höhe von 190 Milliarden US-Dollar – einem Drittel der gesamten Kosten – ist die Reduzierung des Kerosinverbrauchs eine Überlebensfrage. Europa ist noch immer auf Zwangsmaßnahmen zur Reduzierung von Emissionen fixiert. Im Namen des Umweltschutzes wird eine Steuer nach der anderen eingeführt, die jedoch in keinster Weise zur weniger Emissionen beitragen“, betonte Bisignani.

Die Vier-Säulen-Strategie der IATA als Reaktion auf den Klimawandel sieht technologische Investitionen, effiziente Abläufe, eine verbesserte Infrastruktur und wirtschaftliche Maßnahmen vor. „Jetzt müssen auch Regierungen Verantwortung übernehmen und auf die Realität mit einem Ölpreis in Höhe von 140 US-Dollar reagieren. Wir fordern die Politiker auf, die globalen Aktivitäten der Luftfahrtindustrie aktiv zu unterstützen“, forderte Bisignani.

Der Luftfahrtverband IATA (International Air Transport Association) repräsentiert rund 230 Fluggesellschaften weltweit, die 93 Prozent des internationalen Luftverkehrs ausmachen.

Von: IATA
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