Weiterer Rückgang der Erträge

IATA: Stabilisierung bei Passagiernachfrage

25.06.2009 - 14:23 0 Kommentare

Der weltweite Luftverkehr könnte nach Einschätzung des Branchenverbandes IATA den schlimmsten Teil der Krise hinter sich haben. Im Monat Mai machten sich erstmals Auswirkungen des H1N1-Virus auf das Tourismusgeschäft bemerkbar.

Boeing 747-400 beim Start - © &cop -

Boeing 747-400 beim Start &cop<; AirTeamImages.com

Nach den aktuellen Verkehrszahlen der International Air Transport Association (IATA) für den Monat Mai stabilisiert sich die Nachfrage im Passagier- und Frachtsektor. Zwar lag das internationale Fluggast-Aufkommen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,3 Prozent niedriger, doch zeigen die monatlichen Bilanzen der internationalen Luftfahrtindustrie zum zweiten Mal in Folge einen leichten Aufwärtstrend. Das internationale Frachtaufkommen lag um 17,4 Prozent niedriger als im April 2008 - erstmals seit dem Dezember 2008 betrug der Rückgang wieder unter 20 Prozent. Die durchschnittliche Passagier-Auslastung im Monat Mai wurde mit 71,2 Prozent angegeben. Die Kapazitäten reduzierten sich um fünf Prozent.

„Wir könnten den Tiefpunkt erreicht haben, aber es ist noch ein langer Weg, bis sich die Industrie von dieser weltweiten Krise erholt hat“, kommentierte Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA, die aktuellen Verkehrszahlen. Die Kapazitäten seien aber nicht der Nachfrage entsprechend angepasst. Die Passagiernachfrage liege 3,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahr und die Auswirkungen auf die Umsätze seien gravierend, so Bisignani. Nach einem Rückgang um 20 Prozent bei den Passagiererträgen im ersten Quartal erwartet die IATA ein noch höheres Minus zwischen 25 und 30 Prozent im Monat Mai.“

Auswirkungen des H1N1-Virus

Im Mai machten sich erstmals die Auswirkungen des H1N1-Virus auf den Reisesektor bemerkbar. Die Fluggesellschaften in Mexiko verzeichneten einen Rückgang beim Verkehrsaufkommen um rund 40 Prozent. In der gesamten Region Lateinamerika lag die Nachfrage im Mai um 9,2 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Auslastung war mit 64,7 Prozent die geringste unter allen Regionen.

Die Fluggesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum melden für den Mai einen Rückgang von 14,2 Prozent bei der Passagiernachfrage. Die Kapazitäten wurden um 9,3 Prozent reduziert. Die nordamerikanischen Airlines verbuchten ein um 10,9 Prozent niedrigeres Fluggastaufkommen im Vergleich zum Mai 2008. Bei den Fluggesellschaften in Europa wurde eine schwache Nachfrage auf Langstrecken registriert, zugleich verloren die Netzwerk-Carrier weitere Marktanteile an Low-Cost-Airlines. Deren Verkehrsaufkommen erhöhte sich um 2,1 Prozent, während das der Netzwerk-Carrier um 9,4 Prozent zurückging. In Afrika sank die Anzahl der Fluggäste im Mai um 6,0 Prozent. Lediglich im Mittleren Osten erhöhte sich die Nachfrage von Passagierseite um insgesamt 9,5 Prozent, zugleich stiegen die Kapazitäten um 14,5 Prozent an.

Von: airliners.de mit IATA, dpa-AFX
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