Premium-Geschäft in Deutschland weiter rückläufig

IATA sieht Stabilisierung der Passagierzahlen

19.08.2009 - 13:32 0 Kommentare

Die IATA hat eine Mäßigung der Passagierrückgänge festgestellt. In dem jetzt veröffentlichten "Premium Traffic Monitor" für den Monat Juni spricht der Luftfahrtverband von einer Stabilisierung der Passagierzahlen sowohl im Economy- als auch im Premium-Segment.

Gatwick Airport - © © dpa -

Gatwick Airport © dpa

Die IATA hat ihren „Premium Traffic Monitor“ für den Monat Juni veröffentlicht. Wie aus dem Bericht hervorgeht, lagen die Passagierzahlen der Airlines weltweit 7,1 Prozent unter denen vom Juni 2008. Im Mai hatte der Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch 9,2 Prozent betragen.

Sowohl bei den Buchungen der Economy-Klasse als auch bei den Buchungen der Premium-Angebote hat der Nachfragerückgang nachgelassen. Die Buchungen in der Economy-Klasse gingen im Juni lediglich um 5,5 Prozent zurück – im Mai betrug der Rückgang noch 7,6 Prozent. Auch bei den Premium-Angeboten scheint die Talsohle insgesamt erreicht zu sein: Wie die IATA weiter mitteilte, lagen die Buchungen in diesem Bereich im Juni 21,3 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Im Mai lag der Rückgang noch bei 23,6 Prozent.

Ein Problem sei allerdings, dass die Stabilisierung der Passagierzahlen zum Teil auf Kosten der Yields erfolge. Um den Cashflow zu erhöhen, böten die Fluggesellschaften mehr günstige Sitzplätze an. Wie die IATA weiter feststellte, sanken die Umsätze aus dem Premium-Geschäft im ersten Quartal dieses Jahres um rund 33 Prozent und im zweiten Quartal gar um 41 Prozent.

Premium-Geschäft in Deutschland weiter rückläufig

Die Abschwächung des Nachfragerückgangs war nicht in allen Märkten gleichermaßen zu beobachten. Bei den europäischen Airlines, insbesondere in Frankreich und Deutschland, sei die Nutzung der Premium-Angebote im Juni (minus 31,3 Prozent) sogar noch stärker zurückgegangen als im Mai (minus 30,6 Prozent), hieß es weiter. Dies scheine jedoch nicht nur daran zu liegen, dass die jüngste Konjunkturbelebung noch nicht in diesen Geschäftsbereichen angekommen sei. Vielmehr könnte es sich um ein strukturelles Problem handeln: Passagiere, die sich früher Premium-Angebote geleistet hätten und derzeit die günstigeren Tickets der Economy-Klasse oder Angebote von Billigfluggesellschaften bevorzugten, würden möglicherweise nicht zu den alten Reisegewohnheiten zurückkehren.

Dementsprechend haben sich die Passagierzahlen der Economy-Klasse in Europa deutlich positiver entwickelt: Der Nachfragerückgang betrug im Juni lediglich 3 Prozent – im Mai waren die Passagierzahlen in diesem Bereich noch um 4,9 Prozent gesunken.

Von: airliners.de
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