IATA: Passagiergeschäft erholt sich

03.03.2010 - 12:12 0 Kommentare

Das internationale Passagiergeschäft erholt sich langsam vom dramatischen Einbruch vor einem Jahr. Das hat die International Air Transport Association (IATA) in ihren Verkehrszahlen für Januar 2009 bekanntgegeben.

Flugzeug in fahlem Sonnenlicht - © © dpa -

Flugzeug in fahlem Sonnenlicht © dpa

Die Passagiernachfrage im Luftverkehr ist im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,4 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis der Verkehrszahlen für den Monat Januar, die die International Air Transport Association (IATA) am Dienstag vorgelegt hat. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Nachfrage ist die Auslastung im Januar im Passagiergeschäft bei einer gleichzeitigen Kapazitätserhöhung von 1,2 Prozent auf 75,9 Prozent, im Frachtgeschäft bei einer Kapazitätserhöhung von 3,7 Prozent auf 49,6 Prozent gestiegen. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 40,1 Prozent und entspricht einer Verbesserung um 28 Prozent.

Die Steigerung der Nachfrage im Jahresvergleich spiegelt eher eine Erholung vom steilen Nachfragerückgang von Anfang 2009 wider als eine dramatische Verbesserung im Januar 2010. Verglichen mit Dezember 2009 ist saisonbereinigt die Passagiernachfrage um 0,5 Prozent und die Frachtnachfrage um 3,0 Prozent angestiegen.

Giovanni Bisignani, Director General und CEO der International Air Transport Association: „Die Fluggesellschaften haben zwei bis drei Jahre Wachstum verloren. Die Nachfrage entwickelt sich in die richtige Richtung, besonders ermutigend ist der Anstieg beim Frachtvolumen von drei Prozent von Dezember auf Januar. Wir können die Zukunft langsam mit vorsichtigem Optimismus sehen, aber bessere Volumen bedeuten nicht zwangsweise einen besseren Ertrag. Die Erträge im Passagiergeschäft sind weiterhin 15 Prozent unter den Spitzenwerten. Und wir erwarten für 2010 Verluste von 5,6 Milliarden US-Dollar.“

Aufgeschlüsselt nach Regionen gibt es große geographische Unterschiede bei den Verbesserungen. Der stärkste Aufschwung wurde in Märkten verzeichnet, in deren sich die Wirtschaft von der Wirtschaftskrise besonders stark erholt hat: In Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten.

Bei Fluggesellschaften in Europa und Nordamerika ist die Nachfrage im Januar jeweils verglichen mit dem Vorjahresmonat um 3,1 und 2,1 Prozent angezogen. Airlines in dieser Region haben gegenüber dem Tiefstand Anfang 2009 rund 6 Prozent zugelegt, bleiben aber 4 bis 6 Prozent unter den Spitzenwerten von Anfang 2008. Im asiatisch-pazifischen Raum ist die Nachfrage um 6,5 Prozent, in Lateinamerika um 11 Prozent und in Afrika und 6,3 Prozent gestiegen. Fluggesellschaften im Nahen Osten, die auch während der Rezession gewachsen sind, verzeichneten ein Nachfrage-Plus von 23,6 Prozent.

Von: IATA, airliners.de
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