September-Zahlen

IATA: Mehr Passagiere, weniger Fracht

01.11.2011 - 09:34 0 Kommentare

Die IATA erwartet schwierigere Zeiten für die Fluggesellschaften weltweit. Während im September ein unerwartet starkes Wachstum bei den Passagierzahlen verzeichnet wurde, sank die Nachfrage im Frachtbereich den fünften Monat in Folge.

Frankfurt Terminal 2, Halle E - © © Fraport -

Frankfurt Terminal 2, Halle E © Fraport

Die International Air Transport Association (IATA) hat ihre Statistik für den Monat September vorgelegt und konstatiert gegenläufige Entwicklungen bei Passagierzahlen und Frachtaufkommen. So sei die Nachfrage im Passagierverkehr weltweit insgesamt 5,6 Prozent höher gewesen als im September 2010.

Das stärkste Wachstum verzeichneten die lateinamerikanischen Fluggesellschaften (plus 10,6 Prozent), gefolgt von den europäischen Airlines, die einen Nachfrageanstieg von 9,2 Prozent verbuchten. Bei den Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten stieg die Passagiernachfrage um 9,1 Prozent, bei afrikanischen Airlines um 5,0 Prozent und bei den Gesellschaften aus dem Asien-Pazifik-Raum um 4,3 Prozent.

Das geringste Wachstum verzeichneten die nordamerikanischen Fluggesellschaften. Sie registrierten lediglich 1,2 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahreszeitraum.

Dem Wachstum im Passagierverkehr stand im September ein Rückgang im Frachtgeschäft gegenüber. Das Frachtaufkommen fiel um 2,7 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Damit sinken die Frachtzahlen nun bereits den fünften Monat in Folge. Wie die IATA weiter mitteilte, lag das Cargo-Aufkommen im September 5,0 Prozent niedriger als zum Ende des ersten Quartals.

Den stärksten Rückgang erlitten die Fluggesellschaften aus der Region Asien-Pazifik: Hier sank die Nachfrage im Vergleich zum September 2010 um 6,3 Prozent. Bei den europäischen Fluggesellschaften ging das Frachtaufkommen um 2,4 Prozent zurück.

Trotz des unerwartet starken Wachstums im Passagierverkehr rechnet die IATA mit schwierigeren Zeiten aufgrund unsicherer wirtschaftlicher Aussichten in vielen Regionen. Der Verband forderte die Regierungen auf, die Arbeitsplätze und Wirtschaftsleistung der Branche mit einer vernünftigen Luftverkehrspolitik zu schützen, statt sie durch Steuerprojekte zu gefährden.  

Von: airliners.de
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