September-Zahlen

IATA konstatiert weiter schwache Nachfrage

29.10.2009 - 16:02 0 Kommentare

Die IATA hat ihren Verkehrsbericht für September vorgelegt. Demnach leiden die Airlines weltweit weiter unter der schwachen Nachfrage und steigenden Kosten.

Wartende Passagiere in Paris - © © Aeroports de Paris -

Wartende Passagiere in Paris © Aeroports de Paris

Die International Air Transport Association (IATA) hat die Verkehrszahlen für den Monat September 2009 bekannt gegeben. Danach ist die Passagiernachfrage mit einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Die Nachfrage im Frachtgeschäft lag 5,4 Prozent unter dem Niveau von September 2008. Die Auslastung hat mit 77,1 Prozent im Passagier- und 50,8 Prozent im Cargoverkehr wieder einen Stand wie vor der Wirtschaftskrise erreicht.

Die augenscheinliche Verbesserung der Nachfrage gegenüber dem Vorjahr täuscht jedoch. Sie ist hauptsächlich auf einen ungewöhnlich schwachen September 2008 zurückzuführen, als das Verkehrsaufkommen stark zurückging (Passagiere: minus 2,9 Prozent, Fracht: minus 7,7 Prozent). Saisonbereinigt zeigt die September-Statistik 2009, verglichen mit dem Vormonat August, einen Rückgang um 0,3 Prozent im Passagier- und um 1,4 Prozent im Frachtverkehr. Der Rückgang spiegelt eine Unterbrechung der wirtschaftlichen Erholung wieder, die in den vergangenen Monaten zu beobachten war.

Hohe Kosten trotz Kapazitätenanpassungen

Giovanni Bisignani, Director General und CEO der International Air Transport Association: „Es ist noch viel zu früh, um von einer Erholung zu sprechen. In puncto Nachfragerückgang mag das Schlimmste zwar vorüber sein, aber die Erträge bleiben eine Katastrophe und die Kosten steigen. Die Luftfahrtbranche bleibt konstant in den roten Zahlen – in einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld.“

Sorgen bereiten der Branche die steigenden Kosten. Airlines passen ihre Kapazitäten der Nachfrage an – infolgedessen sind Flugzeuge weniger in der Luft (bis zu minus 3 Prozent bei manchen Flugzeugtypen), was die Fixkosten erhöht. Der Ölpreis liegt mit 75 US-Dollar pro Barrel außerdem deutlich höher als mit 43 US-Dollar zu Jahresbeginn.

Asiatische Carrier weniger vom Nachfragerückgang betroffen

Mit Blick auf die Passagiernachfrage in den Regionen verzeichneten die Fluggesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum im September 2009 eine Steigerung um 2,1 Prozent (August 2009: minus 1,6 Prozent). Sie profitieren von einem relativ starken Bankensystem und einer - verglichen mit den USA und Europa - geringeren Schuldenbelastung der Konsumenten.

Europäische Fluggesellschaften verzeichneten im September 2009 einen Nachfragerückgang um 4,2 Prozent (August: minus 2,8 Prozent). Sie verloren insbesondere im Langstreckenverkehr nach Asien an Fluggesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum und mussten auf Kurzstrecken Marktanteile an Low-Cost-Carrier abgeben. Airlines im Nahen Osten haben – im Vergleich zum Vorjahr – um 18,2 Prozent zulegen können. Sie profitierten vom Wachstum auf Langstrecken über ihre Drehkreuze im Nahen Osten.

Von: IATA
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