IATA blickt zuversichtlicher auf laufendes Geschäftsjahr

06.06.2017 - 11:57 0 Kommentare

Der internationale Airlineverband IATA erwartet für das laufende Jahr bessere Geschäfte als zuvor prognostiziert. Dennoch zeigt die Jahresversammlung deutlich die Sorgen der Branche.

IATA-Generalsekretär Alexandre de Juniac spricht auf der 73. IATA-Generalversammlung in Cancun/Mexiko. - © © IATA -

IATA-Generalsekretär Alexandre de Juniac spricht auf der 73. IATA-Generalversammlung in Cancun/Mexiko. © IATA

Die internationale Luftfahrtbranche blickt wieder etwas zuversichtlicher auf das laufende Geschäftsjahr. Der Gewinn dürfte 2017 weltweit 31,4 Milliarden Dollar (27,9 Milliarden Euro) erreichen, teilte der Branchenverband International Air Transport Association (IATA) am Montag beim Jahrestreffen in Cancun mit.

Vergangenen Dezember hatte die Prognose noch um 1,6 Milliarden Dollar niedriger gelegen. Allerdings liegt die neue Schätzung immer noch fast zehn Prozent unter den 34,8 Milliarden Dollar im Vorjahr, als niedrige Kerosinpreise für kräftigen Rückenwind gesorgt hatten.

© Iata, Lesen Sie auch: Iata: Rekordzahl von 3,7 Milliarden Fluggästen erreicht

Für Ungewissheit bei der Geschäftsprognose sorgt jedoch die weiterhin drohende Ausweitung eines Laptop-Verbots auf Flügen von Europa in die USA. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt diesen Schritt und begründet dies mit der Gefahr von Anschlägen.

Die Airlines fürchten erhebliche Geschäftseinbußen und rätseln bislang noch, warum die bisherigen Sicherheitskontrollen an den Flughäfen nicht ausreichen sollen. Protektionismus stelle eine Bedrohung für die Industrie dar, warnte Generalsekretär Alexandre de Juniac.

Auch an der Aufkündigung des Pariser Klimaschutzpakts durch die Trump-Administration übte die IATA Kritik und rief die Regierungen dazu auf, sich weiter für nachhaltigen Flugverkehr einzusetzen. An den Klimaschutzzielen der Branche ändere sich nichts. Der Verband ist zudem besorgt über freihandelsfeindliche Tendenzen. Die IATA vertritt 275 Fluggesellschaften, die rund 83 Prozent des weltweiten Luftverkehrs ausmachen.

Von: dh, dpa
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