Japan-Krise

IATA fürchtet Luftfahrtabschwung

18.03.2011 - 15:06 0 Kommentare

Die IATA rechnet damit, dass die Luftverkehrsbranche auf dem japanischen Markt infolge von Erdbeben, Tsunami und Atomunfall zumindest kurzfristig deutliche Einbrüche erleiden wird. Frühestens in der zweiten Jahreshälfte könnten Airlines eine Erholung spüren.

IATA-Chef Giovanni Bisignani - © © airliners.de - O. Pritzkow -

IATA-Chef Giovanni Bisignani © airliners.de - O. Pritzkow

Die Luftfahrtbranche muss sich laut Einschätzung ihres Verbandes nach Erdbeben, Tsunami und Atomunfall in Japan auf einen deutlichen Abschwung einstellen. Davon dürften sich die Fluggesellschaften frühestens in der zweiten Jahreshälfte erholen, wenn mit dem Wiederaufbau die Wirtschaft anspringe, teilte der Weltluftfahrtverband IATA am Freitag in Genf mit.

Dem Verband zufolge hat der japanische Luftfahrtmarkt ein Volumen von 62,5 Milliarden US-Dollar (44,7 Mrd Euro). Dies entspreche 6,5 Prozent des weltweiten Verkehrs und einem Zehntel des weltweiten Branchenumsatzes.

Neben dem japanischen Inlandsverkehr dürften der IATA zufolge vor allem Gesellschaften aus China, Taiwan und Südkorea von dem Abschwung getroffen werden. Deren Umsätze stammten zu einem Fünftel und mehr aus dem Japan-Verkehr. In Frankreich sind es sieben, Deutschland sechs Prozent. Die Lufthansa erzielt nach eigenen Angaben etwa vier bis fünf Prozent ihres Konzernumsatzes im Japan-Geschäft.

Das Erdbeben in Japan hat laut IATA auch einen Teil der Raffinerien beschädigt, die Kerosin für Flugzeuge herstellen. Der dadurch hervorgerufene Produktionsengpass könnte die Treibstoffpreise zusätzlich nach oben treiben.

Von: dpa-AFX
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