Führungsrolle beim Klimaschutz bekräftigt

IATA fordert globales Vorgehen beim Emissionshandel

08.10.2009 - 14:02 0 Kommentare

Mehrere Luftfahrt-Branchenverbände haben in einem Plädoyer die Regierungen weltweit aufgefordert, verbindliche Schritte und einheitliche Zielvorgaben für Abgas-Emissionen im Flugverkehr zu entwickeln.

IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani - © © IATA -

IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani © IATA

Die Luftfahrtbranche hat Regierungen weltweit zu verbindlichen Schritten im Klimaschutz und einheitlichen Zielvorgaben für Abgas-Emissionen im Flugverkehr aufgerufen. Das Plädoyer ist ein gemeinsamer Entwurf der International Air Transport Association (IATA), des Airports Council International (ACI), der Civil Air Navigation Services Organisation (CANSO) sowie des International Coordinating Council of Aerospace Industries Associations (ICCAIA). Es wurde am Mittwoch auf einer Branchenkonferenz im kanadischen Montréal vorgestellt.

Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA: „Im Hinblick auf die UN-Klimaschutzkonferenz COP15 im Dezember in Kopenhagen soll sich die Politik dafür stark machen, die führende Rolle der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO im Klimaschutz zu stärken, ein gemeinschaftliches Vorgehen der gesamten Branche zu fördern und unsere Zielvorgaben als Teil einer Lösung des Klimaproblems auf Regierungsebene festzuschreiben.“

Die Zielvorgaben umfassen eine um durchschnittlich 1,5 Prozent bessere Treibstoffbilanz pro Jahr und eine Stabilisierung des Schadstoffausstoßes durch CO2-neutrales Wachstum bis jeweils 2020. Außerdem sollen die CO2-Emissionen bis 2050 um 50 Prozent reduziert und künftig nicht mehr auf Basis einzelner Länder, sondern global für die gesamte Branche ausgewiesen werden. Die Branche fordert auch Zugang zum Markt für Emissionsrechte, um den Schadstoffausstoß solange kompensieren zu können, bis umweltfreundlichere Technologien entwickelt sind.

In diesem Jahr werde der CO2-Ausstoß der Branche um 43 Millionen Tonnen sinken, sagte Bisignani. 31 Millionen Tonnen seien zwar eine Folge der Weltwirtschaftskrise, aber die restlichen 12 Millionen seien bereits das unmittelbare Ergebnis der IATA-Vier-Säulen-Strategie im Klimaschutz, die auf Verbesserungen bei Technologie, Verkehrsmanagement, Infrastruktur und wirtschaftlichen Strukturen beruht“, ergänzte Bisignani.

„Gemeinsam mit der Politik kann die Luftfahrtbranche Großes leisten. Um unsere Ziele im Klimaschutz zu erreichen, müssen beide Seiten noch stärker zusammenarbeiten. Das heißt, dass wir uns ambitionierte Zielvorgaben setzen müssen, die aber auch den besonderen Bedürfnissen von Fluggesellschaften in Entwicklungsländern Rechnung tragen. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO hat bereits viel Erfahrung bei der Umsetzung globaler Standards auf dennoch ausdifferenzierte Weise.“

Ein weltweit einheitliches Vorgehen beim Klimaschutz sei der effizienteste Weg, um Abgas-Emissionen im Flugverkehr zu reduzieren – das würde der Luftfahrt eine Schlüsselrolle im Klimaschutz zuweisen, so Bisgnani. Es sei das erste Mal, dass sich die Branche auf globaler Ebene derart geschlossen präsentiert“, fügt er hinzu.

Von: IATA
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