IATA fordert erneut ETS-Verschiebung

13.06.2012 - 11:56 0 Kommentare

Der internationale Airline-Verband IATA hat sich beim Jahrestreffen in Peking erneut gegen den EU-Emissionshandel ausgesprochen. Angesichts der Zugeständnisse gegenüber China und Indien, fordert IATA-Chef Tony Tyler eine Verschiebung.

Tony Tyler, CEO der IATA - © © IATA -

Tony Tyler, CEO der IATA © IATA

Der internationale Verband der Fluggesellschaften hat die Europäische Union erneut aufgerufen, die umstrittene Klimaabgabe für die Luftfahrt zu verschieben. IATA-Chef Tony Tyler sagte beim Jahrestreffen am Dienstag in Peking, seit die chinesischen und indischen Airlines angekündigt hätten, sich den Vorgaben nicht zu beugen, habe ihnen die EU mehr Zeit zur Umsetzung zugestanden. "Es gibt da offensichtlich eine gewisse Nachgiebigkeit, warum also nicht das Ganze verschieben?", fragte er.

Das im Jahr 2005 eingeführte Emissionshandelssystem (ETS) der EU gilt seit dem 1. Januar auch für die Luftfahrt. Demnach müssen alle Airlines mit Start- oder Landeort in Europa Verschmutzungszertifikate pro Tonne ausgestoßenen Klimagases für ihre Flüge vorweisen. Den Großteil bekommen sie gratis, einen Teil müssen sie kaufen. Abgerechnet für 2012 wird im Frühjahr 2013. Rund zwei Dutzend Länder liegen mit der EU über das ETS im Streit, darunter China, Indien, Russland und die USA.

Von: AFP
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