Europa ist Schlusslicht

IATA: Aufschwung rasanter als erwartet

21.09.2010 - 12:00 0 Kommentare

Die Luftfahrtindustrie legt trotz Aschewolke rasant zu. Der Branchenverband IATA hat seine Gewinnprognose von Juni mehr als verdreifacht: auf 8,9 Milliarden Dollar im laufenden Jahr. Damit fliegt die Branche weltweit erstmals seit 2007 wieder in die Gewinnzone. Im kommenden Jahr rechnet der Verband mit 5,3 Milliarden Dollar Gewinn.

Airbus A340-300 der Swiss - © © AirTeamImages.com - I. Jorda

Airbus A340-300 der Swiss © AirTeamImages.com /I. Jorda

Der Aufschwung in der weltweiten Luftfahrt nimmt nach Einschätzung der Branche in diesem Jahr immer steilere Formen an. Nur die Fluggesellschaften in Europa dürften insgesamt in den roten Zahlen bleiben, teilte die Luftfahrtorganisation IATA am Dienstag in Singapur mit. Weltweit rechnet der Verband für 2010 jetzt mit einem Branchengewinn von 8,9 Milliarden US-Dollar. Bislang war er von 2,5 Milliarden Dollar ausgegangen.

Den europäischen Gesellschaften sagt die IATA wegen der schwachen Wirtschaftsentwicklung einen Verlust von 1,3 Milliarden Dollar voraus. Das ist allerdings nur noch knapp halb so viel wie bei der bisherigen Prognose. "Die Erholung der Branche ist stärker und schneller eingetreten, als irgendjemand vorausgesagt hatte", sagte IATA-Chef Giovanni Bisignani.

Im kommenden Jahr dürfte die Entwicklung nicht in diesem Maße weitergehen, hieß es. Für 2011 rechnet die IATA weltweit mit einem Branchengewinn von 5,3 Milliarden Dollar. Die erwarteten Gewinne dürften die Verluste des vergangenen Jahrzehnts dennoch nur teilweise ausgleichen. Das Minus habe sich bis zuletzt auf fast 50 Milliarden Dollar summiert. Bisignani äußerte Zweifel, ob der Aufschwung von längerer Dauer sein wird. Selbst wenn dies der Fall sei, verdienten die Fluggesellschaften nicht einmal ihre Kapitalkosten, bemängelte er.

Von: dpa-AFX, dpa
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