IATA: Airlines verdienen kein Geld in der Hauptsaison

27.08.2009 - 12:50 0 Kommentare

Der internationale Luftfahrtverband IATA hat die Juli-Ergebnisse des Weltluftverkehrs ausgewertet. Demnach stieg die Nachfrage leicht an. Dies geschah jedoch auf Kosten der Erträge, so dass die Airlines in der wichtigen Hauptsaison die Verluste ausbauten.

Flughafen Manchester - © © AirTeamImages.com -

Flughafen Manchester © AirTeamImages.com

Nach den aktuellen Verkehrszahlen der International Air Transport Association (IATA) für den Monat Juli 2009 sank die weltweite Passagiernachfrage um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, das Frachtaufkommen reduzierte sich um 11,3 Prozent. Die durchschnittliche internationale Passagierauslastung im Monat Juli lag bei 80,3 Prozent.

Der Rückgang in der Passagiernachfrage um 2,9 Prozent stellt jedoch eine leichte Verbesserung zum Rückgang im Vormonat Juni 2009 sowie in den ersten sieben Monaten des Jahres dar. Der Rückgang im Juni lag noch bei 7,2 Prozent, im Zeitraum über die ersten sieben Monate im Jahr 2009 bei 6,8 Prozent. Die Verbesserung im Juli ergibt sich in erster Linie durch an die Nachfrage angepasste Kapazitäten. Diese positive Entwicklung kam jedoch zustande auf Kosten der Erträge.

„Fluggesellschaften sind darauf angewiesen, in der Hauptreisezeit von Juni bis August Geld zu verdienen. Die Flugzeuge sind voll, die Auslastung ist hoch, aber die Umsätze gehen momentan trotzdem nach unten“, kommentiert Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA.

Die Verringerung im Frachtaufkommen um 11,3 Prozent stellt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls eine relative Verbesserung dar, in dem der Rückgang zuvor 16,5 Prozent und über den Zeitraum der ersten sieben Monate in 2009 sogar 19,3 Prozent betrug. Trotz dieser Erholung lag die Fracht-Auslastung lediglich bei 47,6 Prozent – und damit geringer als im Vorjahreszeitraum mit 49 Prozent.

Die Fluggesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum melden für den Juli einen Rückgang der Passagiernachfrage um 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies war der größte Rückgang aller Regionen weltweit. Im Vergleich zum Rückgang von 14,5 Prozent im Vormonat Juni 2009 konnten die Airlines in der Region gleichzeitig auch wieder die größte Erholung verzeichnen, da Volkswirtschaften in Asien früher als erwartet wieder Wirtschaftswachstum verzeichnen und die Auswirkungen des H1N1-Virus mit nachlassender Medienberichterstattung ebenfalls zurückgingen.

Europäische und nordamerikanische Airlines sahen einen Nachfragerückgang von 3,1 und 3,2 Prozent entsprechend. Relative Verbesserungen wurden jedoch durch angebotene Tiefpreise erreicht und nicht durch wirtschaftliche Erholung.

Mit 13,2 Prozent war der Mittlere Osten im Juli 2009 die einzige Region mit steigender Passagiernachfrage. Dies ist bedingt durch steigende Kapazitäten und größeren Marktanteilen im Verkehr zwischen Europa und Asien.

Von: IATA
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