IAG senkt Gewinnprognose nach Brexit-Votum erneut

28.10.2016 - 09:18 0 Kommentare

Schlechte Aussichten bei der International Airlines Group (IAG): Der Luftfahrt-Konzern hat seine Gewinnprognose erneut gesenkt. Das Brexit-Votum wirkt sich somit noch stärker aus als gedacht.

Leitwerke von British Airways und Iberia - © © AirTeamImages.com - Jorge Chavez

Leitwerke von British Airways und Iberia © AirTeamImages.com /Jorge Chavez

Die Entscheidung zum EU-Austritt Großbritanniens trübt die Gewinnaussichten der British-Airways-Mutter IAG noch stärker als gedacht. Auf Basis heutiger Treibstoffpreise und Währungskurse dürfte der operative Gewinn im laufenden Jahr 2,5 Milliarden Euro erreichen, teilte die International Airlines Group (IAG) jetzt bei der Vorlage der Zahlen für das wichtige Sommerquartal mit.

Damit läge das Ergebnis zwar rund acht Prozent höher als im Vorjahr. Ende Juli, bei der zweiten Gewinnwarnung nach dem Brexit-Votum, hatte IAG-Chef Willie Walsh aber noch eine Steigerung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

Im wichtigen Sommerquartal - direkt nach dem Brexit-Entscheid - musste die gemeinsame Muttergesellschaft der Fluglinien British Airways, Iberia, Vueling und Aer Lingus einen Umsatzrückgang um vier Prozent auf 6,5 Milliarden Euro hinnehmen. Der operative Gewinn gab trotz des billigen Kerosins um fast fünf Prozent auf 1,15 Milliarden Euro nach.

© dpa, Andy Rain Apropos (12) Brexit-Folgen für den Luftverkehr

Dabei wirkte sich der Absturz des britischen Pfunds negativ aus, da der Konzern in Euro bilanziert. Unter dem Strich blieb bei IAG hingegen mit 930 Millionen Euro auch dank einer geringeren Steuerbelastung zehn Prozent mehr übrig als ein Jahr zuvor.

Der Brexit wirkt sich aber nicht nur auf die Aussichten der IAG aus. Auch die britische Easyjet sowie die irische Ryanair haben ihre Gewinnprognosen gesenkt.

Von: ch, dpa-AFX
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