IAG rechnet mit steigenden Ticketpreisen und mehr Gewinn

05.05.2017 - 13:40 0 Kommentare

Quartalsbilanz bei der IAG: Der Überschuss ist im ersten Quartal um fast 74 Prozent eingebrochen. Beim operativen Gewinn wurde jedoch ein Rekordwert erzielt.

Neben Vueling gehören auch Aer Lingus, British Airways und Iberia zur IAG. - © © AirTeamImages.com - Rudi Boigelot

Neben Vueling gehören auch Aer Lingus, British Airways und Iberia zur IAG. © AirTeamImages.com /Rudi Boigelot

Die International Airlines Group (IAG) hofft trotz des Brexit-Schocks auf steigende Ticketpreise und Gewinne. Im gewöhnlich schwachen ersten Jahresviertel warf das operative Geschäft bereits mehr Gewinn ab als jemals zuvor, wie die International Airlines Group (IAG) mit ihren Gesellschaften British Airways, Iberia, Vueling und Aer Lingus jetzt in London mitteilte.

Zwar seien die Preise für Flugtickets erneut niedriger ausgefallen als ein Jahr zuvor. Für das laufende zweite Quartal erwartet IAG-Chef Willie Walsh jedoch, dass die Erlöse je Sitzplatz wieder steigen - wenn man Währungsschwankungen herausrechnet.

© AirTeamImages.com, Alexander Mishin Lesen Sie auch: Air France-KLM vergrößert Verlust - ist aber hoffnungsvoll

Die Lufthansa-Konkurrentin bekommt immer noch den Wertverlust des britischen Pfunds infolge des Brexit-Votums zu spüren. Denn ihre größte Tochter British Airways erzielt einen Großteil ihrer Umsätze in der seit vergangenem Sommer geschwächten britischen Währung. Im ersten Jahresviertel verbuchte der IAG-Konzern dadurch einen Umsatzrückgang von fast drei Prozent auf 4,9 Milliarden Euro - obwohl die Zahl der Fluggäste um fast vier Prozent zulegte.

Dank geringerer Ausgaben für Treibstoff und Personal stieg der operative Gewinn vor Sonderposten dennoch um fast zehn Prozent auf 170 Millionen Euro - den höchsten Wert der Unternehmensgeschichte. Der Überschuss brach vor allem infolge von Bewertungseffekten um fast drei Viertel auf 27 Millionen Euro ein. Im Gesamtjahr soll der operative Gewinn erneut steigen, kündigte Walsh an.

© dpa, Arne Dedert Lesen Sie auch: Lufthansa vergrößert im ersten Quartal den Verlust

Von: ch, dpa-AFX
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