Strukturtests

IABG: Erster A350-Flügel eingetroffen

10.10.2012 - 10:40 0 Kommentare

Das Erdinger Technologieunternehmen IABG hat für Belastungstests einen Flügel des neuen Airbus-Langstreckenmusters A350 XWB in Empfang genommen. Die ersten Tests starten Anfang 2013.

Ankunft eines A350-Flügels in München für Testreihen bei IABG

Ankunft eines A350-Flügels in München für Testreihen bei IABG
© IABG

IABG-Testhalle für A350-Sektionen in Erding

IABG-Testhalle für A350-Sektionen in Erding
© IABG

Das Technologieunternehmen IABG hat Anfang Oktober an ihrem Standort Erding einen Tragflügel des Airbus A350 XWB zu Testzwecken erhalten. Sie wurde mit einem „Beluga“-Spezialtransportervom Produktionsstandort Broughton in Großbritannien nach München geflogen und anschließend per Straße zum Bestimmungsort Erding transportiert.

Bei dem Test wird die Tragfläche mit Hilfe von 41 servo-hydraulischen Zylindern belastet, um so über 43.000 Flüge zu simulieren. Zudem werden am Versuchsflügel Untersuchungen der Anschlussbereiche des Hauptfahrwerks und des Triebwerkträgers durchgeführt. Zusätzlich zu den Ermüdungslasten erfolgt hier eine Belastung bis hin zur analytischen Bruchlast. Erste Testreihen sind für Anfang 2013 geplant.

Neben den Strukturversuchen an der Tragfläche gehören auch Ermüdungsversuche an der mittleren Rumpfsektion inklusive Flügelkasten und Tragflächen zum umfangreichen Testprogramm am Airbus A350 XWB. Ziel der Strukturtests ist der Nachweis der Festigkeit, Ermüdung und Schadenstoleranz der Flugzeugprimärstruktur, die nahezu vollständig aus Verbundwerkstoffen gefertigt ist.

Die Anlieferungen des Rumpfmittelteils und der beiden weiteren Flügel werden für das Frühjahr 2013 erwartet. Insgesamt werden somit vier Großbaugruppen von München nach Erding verbracht.

Durchgeführt werden die Versuche in einer neu errichteten Testhalle der IABG auf dem Gelände des Fliegerhorstes Erding. Die Testanlage zeichnet sich auch dadurch aus, dass Halle und insbesondere Infrastruktur modular und mobil konzipiert sind. Dies macht sie besonders flexibel für künftige Einsätze.

Von: airliners.de mit IABG
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