Hunold führt Verwaltungsrat von Air Berlin

18.05.2017 - 14:46 0 Kommentare

Sechs Jahre nach seinem Rücktritt als Air-Berlin-Chef führt Joachim Hunold nun übergangsweise den Verwaltungsrat der Airline. Auch Großaktionär Etihad tauscht zwei Personen im Kontrollgremium aus.

Joachim Hunold - © © dpa - M. Gambarini

Joachim Hunold © dpa /M. Gambarini

Der Mutterkonzern der angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin, Air Berlin PLC, baut den Verwaltungsrat der Airline um. Wie Air Berlin mitteilt, wird der ehemalige Airline-Chef Joachim Hunold übergangsweise das "Board of Directors" führen. Er übernehme den Posten, bis ein Nachfolger für Hans-Joachim Körber gefunden sei.

Körber legte wie angekündigt aus Altersgründen sein Mandat nieder. Damit ist aber auch klar, dass Hunold die Hauptversammlung der Air Berlin PLC Mitte Juni leiten wird, bestätigte ein Sprecher der Airline.

Auch Großaktionär Etihad tauscht Vertreter aus

Auch der scheidende Chef des Air-Berlin-Großaktionärs Etihad, James Hogan, und der scheidende Finanzchef (CFO) des Golf-Carriers, James Rigney, verließen den Verwaltungsrat. Ebenfalls Johannes Zurnieden, langjähriger Board-Vorsitzender und Gründer des Bonner Kreuzfahrt-Anbieters "Phönix Reisen", schied aus. Alle dies geschah auf Wunsch der einzelnen Personen.

© dpa, Str/EPA Lesen Sie auch: Etihad präsentiert Interimslösung für CEO James Hogan

An deren Stellen rücken Henning zur Hausen, der Etihad beim Kauf des Ferienfliegers Niki beriet, Etihads Chief Strategy & Planing Officer Kevin Knight, Vermögensberater Matthias Kloepper und der ehemalige Leiter der Abteilung Luftfahrt im Bundesverkehrsministerium Thilo Schmidt.

Experte sieht Parallele zu FTI

"Eine überraschende Entscheidung", kommentierte Luftfahrtexperte Michael Santo die Personalie Hunold auf Anfrage von airliners.de. "Vielleicht kann und will Hunold einen neuen Impuls geben."

Santo sieht dabei auch eine Parallele zum Reiseveranstalter FTI, der 2003 durch den Gründer Dietmar Gunz zurückübernommen wurde und inzwischen zu den führenden Reiseveranstaltern in Deutschland gehört. "Gunz hat der angeschlagenen FTI wieder zu neuem Glanz verholfen und offensichtlich aus den Fehlern gelernt, die ihn im Jahr 2000 zum Verkauf gezwungen hatten."

Von: cs
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