Immer mehr Bieter für Thomas-Cook-Airlines

04.06.2019 - 13:40 0 Kommentare

Die portugiesische Hi Fly möchte die Thomas-Cook-Airlines kaufen. Die Liste der Interessenten wird damit länger. Auch der neue Besitzer der europäischen Corendon-Airlines scheint mit Condor und Co. großes vorzuhaben.

Hi Fly ist seit Jahren auf Wachstumskurs. Im Bild die erste A380.  - © © Air Team Images - Philippe Noret

Hi Fly ist seit Jahren auf Wachstumskurs. Im Bild die erste A380. © Air Team Images /Philippe Noret

Die portugiesische Hi Fly hat ein Angebot für das Fluggeschäft von Thomas Cook abgegeben. Das berichtet Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Airline mit Sitz in Lissabon ist auf Wet-Leasing und Charterdienste spezialisiert. Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen mit dem Kauf eines von Singapore Airlines ausgemusterten A380 auf sich aufmerksam.

In der vergangenen Woche hat bereits die Private-Equity-Gruppe Triton Partners ein Angebot für die Geschäftsaktivitäten der Briten in Nordeuropa abgegeben. Triton befindet sich derzeit auf Einkaufstour im europäischen Airline-Markt und will unter der Marke Sunweb einen neuen großen Akteur im europäischen Touristik-Markt aufbauen.

Wie die beiden Firmen melden, ist der Kauf Corendon Holiday Group durch Triton bereits beschlossen. Neben der niederländischen und belgischen Corendon-Ableger gehört dazu das Reiseveranstaltergeschäft in den Benelux-Staaten.

Ein Konkurs von Thomas Cook ist wohl vorerst abgewendet

Im Zuge von ausgeprägten Liquiditätsproblemen bietet Thomas Cook die eigenen Fluggesellschaften seit Februar zum Verkauf an. Zu den Unternehmen, die für einen Teil oder das gesamte Airline-Geschäft Angebote eingereicht haben, gehören Lufthansa, Virgin Atlantic und Indigo Partners.

Thomas Cook, der älteste Reiseveranstalter der Welt, hatte im vergangenen Monat die dritte Gewinnwarnung innerhalb eines Jahres herausgegeben und schickte damit seine Aktien auf Talfahrt. Sie fielen auf den niedrigsten Stand seit November 2011. Mittlerweile haben sich die Papiere wieder etwas erholt.

Nach Konkurs-Gerüchten im Mai stellte Thomas Cook dann klar, dass mit den Banken eine zusätzliche Kreditlinie über 300 Millionen Pfund vereinbart worden sei, die das laufende Geschäft mindestens bis zum Ende der Wintersaison 2019/20 absichern würde. Voraussetzung dafür sind aber Fortschritte beim Verkauf der vier Fluggesellschaften des Konzerns, darunter die Condor. Mit den Erlösen soll das Reiseveranstalter-Geschäft wieder langfristig stabilisiert und eine vertiefte Digitalisierung umgesetzt werden.

© Thomas Cook Group, Lesen Sie auch: Weiterer Bieter im Poker um Teile von Thomas Cook

Von: dk
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