Nachtflugverbot: Hessischer Verkehrsminister will "Druck hochhalten"

23.07.2018 - 10:46 0 Kommentare

Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) will bei der Einhaltung des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen weiter Druck machen.

Der Frankfurter Flughafen bei Nacht. - © © AirTeamImages - Felix Gottwald

Der Frankfurter Flughafen bei Nacht. © AirTeamImages /Felix Gottwald

Die jetzige Situation, in der es so viele Verstöße gegen das Nachtflugverbot gebe wie noch nie, ärgere ihn maßlos, sagte der Politiker nach Angaben des Hessischen Rundfunks in einem Sommerinterview. Es gebe Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Fluggesellschaften, die darauf auch reagierten. "Flüge werden teilweise vorgezogen mit allem, was dazu gehört. Aber wir müssen den Druck da hoch halten, damit die Situation wieder besser wird."

Al Wazir attackiert Frankfurter OB

Der Spitzenkandidat der hessischen Grünen griff in dem Interview nach Angaben des HR zugleich Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) an. Dieser melde sich in der Debatte um das Nachtflugverbot ständig zu Wort, ohne Vorschläge zur Verbesserung der Situation zu machen.

In Frankfurt gilt zwischen 23 und 5 Uhr ein Nachtflugverbot; nach 23 Uhr sind verspätete Landungen möglich, wenn sie sich nicht aus einem zu eng getakteten Flugplan ergeben. Auch einzelne Starts sind dann erlaubt. Gründe hierfür können etwa heftige Gewitter sein. Zuletzt hatten die Starts und Landungen in Frankfurt nach Berichten zwischen 23 Uhr und Mitternacht deutlich zugenommen.

Von: dpa, br
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