Hessens Verkehrsminister steht zu Lärmpausenmodell am Frankfurter Flughafen

03.06.2015 - 15:01 0 Kommentare

Nach einem Monat Probebetrieb hat Hessen Verkehrsminister Al-Wazir eine erste positive Bilanz zum Lärmpausenmodell am Flughafen Frankfurt gezogen. Das System funktioniere verlässlich, erklärte er.

Flugzeuge der Lufthansa am Flugsteig A-Plus des Frankfurter Flughafens - © © Fraport AG -

Flugzeuge der Lufthansa am Flugsteig A-Plus des Frankfurter Flughafens © Fraport AG

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) ist vom Erfolg des Lärmpausenmodells am Frankfurter Flughafen überzeugt. Schon in der Startphase habe es fast durchgehend angewandt werden können und sich dabei als praktikabel erwiesen, erklärte der Minister am Mittwoch in Wiesbaden nach dem ersten vollen Monat des Probebetriebs. "Das gibt Anlass zur Zuversicht, dass sich das Modell auch im weiteren Verlauf bewähren und den Betroffenen zusätzliche Lärmpausen verschaffen wird."

Die einjährige Probephase war am 23. April gestartet. Seitdem werden vor und nach dem Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr Starts und Landungen abwechselnd auf verschiedenen Bahnen gebündelt, um Anwohnern eine zusätzliche Stunde Ruhe zu verschaffen. Voraussetzung dafür ist Westwind.

© dpa, Frank Rumpenhorst Lesen Sie auch: Maßnahmen gegen Fluglärm am Frankfurter Airport

Im Mai konnte das Lärmpausenmodell nach Angaben des Ministers an 24 Tagen angewandt werden. Die Lärmpause sei in dem Monat lediglich an einem Morgen und zwei Abenden aus betrieblichen Gründen ausgefallen. "Das heißt: Die Lärmpausen funktionieren verlässlich", betonte Al-Wazir. "Wenn sich das Lärmpausenmodell weiter bewährt, wird es ein wichtiger Bestandteil in der Strategie der Landesregierung zur Eindämmung des Fluglärms werden."

Stichwort Lärmpause

Eine Lärmpause bedeutet nicht, dass es in dieser Zeit auch völlig ruhig sein muss. Ein normaler Schläfer soll bei gekipptem Fenster weiterschlafen können, lautet die Regelung für den Frankfurter Flughafen. Dafür werden vom Gesetz her im Innenraum stündlich maximal sechs sogenannte Schallereignisse mit einem Pegel von 43 Dezibel zugelassen. Das entspricht nach Angaben des Verkehrsministeriums etwa sechs einzelnen Anschlägen auf einer Computertastatur. Außen darf der maximale Pegel bei sechs Schallereignissen von 58 Dezibel liegen.

Von: dpa
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