Hessens SPD-Chef fordert mehr Druck vom Bund auf Billigairlines

05.10.2018 - 14:58 0 Kommentare

Für bessere soziale Standards im Luftverkehr sollte die Bundesregierung nach Worten von Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel den Druck auf Billigairlines erhöhen.

Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel. - © © Thorsten Schäfer-Gümbel -

Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel. © Thorsten Schäfer-Gümbel

"Ausbeutung darf in Deutschland kein Geschäftsmodell sein", erklärte er am Freitag in Wiesbaden mit Blick auf die Fluglinie Ryanair. Unter Umständen sollte die Bundesregierung prüfen, ob beispielsweise Start- und Landerechte an die Einhaltung sozialer Standards gekoppelt werden könnten.

Beim Luftverkehrsgipfel in Hamburg müsse es um die Gesamtlage gehen und nicht nur um einzelne Punkte, forderte Schäfer-Gümbel. Bei Kundenfreundlichkeit und Verbraucherschutz hätten die Sommermonate eklatante Mängel in der Branche offenbart. "Die Fluggesellschaften und Airports sind in der Pflicht, ausreichend Personal und Ersatzmaschinen vorzuhalten, um ihren eigenen Flugplan auch tatsächlich halten zu können."

© dpa, Arne Dedert Lesen Sie auch: Das erwartet die Branche vom Gipfel

Bei dem Gipfel auf Einladung des Hamburger Bürgermeisters Peter Tschentscher (SPD) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wollen Bund, Länder, Verbände und Unternehmen darüber beraten, wie künftig Verspätungen und lange Wartezeiten im Luftverkehr reduziert werden können. Am Freitag soll das Abschlusspapier präsentiert werden.

Von: dpa, br
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