Hessens FDP fordert Rückzug von Flughafen-Kritiker aus Fraport-Aufsichtsrat

09.01.2015 - 12:33 0 Kommentare

Der hessische Grünen-Politiker Kaufmann ist seit seinem Einzug in den Fraport-Aufsichtsrat wiederholt kritisiert worden. Jetzt hat ihn die Landes-FDP zum Rückzug aus dem Aufsichtsgremium aufgefordert.

Frank Kaufmann - © © Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im hessischen Landtag -

Frank Kaufmann © Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im hessischen Landtag

Der im vergangenen Jahr in den Fraport-Aufsichtsrat gewählte Landtagsabgeordnete Frank Kaufmann (Grüne) verstößt nach Ansicht der FDP gegen seine Treuepflicht. Die hessische Landtagsfraktion der Liberalen forderte den Flughafen-Kritiker am Freitag zum Rückzug aus dem Aufsichtsgremium auf. Andernfalls könne die Aktiengesellschaft zum Betrieb des Frankfurter Airports schweren Schaden nehmen, sagte der Abgeordnete Jürgen Lenders in Wiesbaden.

Äußerungen Kaufmanns zur Zukunft des Flughafens seien unverantwortlich und liefen den Interessen der Aktionäre zuwider. Lenders verwies darauf, dass Kaufmann weiterhin gegen den Bau des Terminals 3 kämpfe und damit die vom Vorstand bereits beschlossenen Unternehmensziele behindere. Nach den auch für Fraport geltenden Richtlinien dürfe aber ein Aufsichtsratsmitglied keine Interessenskonflikte haben.

Kaufmann war auf Betreiben der schwarz-grünen Regierung auf der Fraport-Hauptversammlung Ende Mai 2014 in das Kontrollgremium gewählt worden. Er folgte auf den FDP-Landtagsabgeordneten und früheren Vize-Ministerpräsidenten Jörg-Uwe Hahn. Das Land ist zusammen mit der Stadt Frankfurt größter Anteilseigner an Fraport. Seit seiner Wahl ist Kaufmann für Äußerungen wiederholt kritisiert worden.

Von: dpa
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