Erhebliche Behinderungen Hamburger Sicherheitspersonal streikt

18.01.2013 - 08:33 0 Kommentare

Am Flughafen Hamburg streiken die Luftsicherheitsassistenten. Der Streik ist für heute, Freitag, 18. Januar 2013 von 3.45 bis 23.00 Uhr angekündigt. Es kommt zu starken Behinderungen beim abfliegenden Verkehr.

Ein Streik des Sicherheitspersonal hat am Freitag den Hamburger Flughafen stark behindert. Rund 95 Prozent der Frühschicht habe sich an dem Ausstand beteiligt, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Von den rund 20 Sicherheitsschleusen war nur eine besetzt. «Das geht gegen null», sagte eine Flughafensprecherin. Es bildeten sich lange Schlangen an den Terminals. Viele Passagiere erreichten ihre Flüge nicht mehr und reagierten verärgert auf den Ausstand.

Die Gewerkschaft Verdi versucht mit dem Streik, Druck in den laufenden Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) zu erzeugen. Verdi fordert einen Stundenlohn von 14,50 Euro, bisher verdienen die Beschäftigten des Sicherheitspersonals am Hamburger Flughafen 11,80 Euro. «Wir gehen davon aus, dass der Flughafenbetrieb heute lahmgelegt wird», sagte Verdi-Sprecher Peter Bremmer der Nachrichtenagentur dpa.

Am Hamburger Flughafen liegt die Sicherheitskontrolle der Fluggäste in der Verantwortung der Bundespolizei. Sie ist eine hoheitliche Aufgabe, die von Seiten des Flughafens nicht unterstützt werden darf. Das Personal an den Passagierkontrollstellen am Hamburg Airport, die sogenannten Luftsicherheitsassistenten, sind Angestellte eines privaten Sicherheitsdienstleisters, die im Auftrag der Bundespolizei die Kontrolle der Flugpassagiere übernehmen.

«Der Bund hat die Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Sicherheitskontrollen am Hamburger Flughafen weitergehen», sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch am Donnerstag in Berlin. «Denn die Kontrolle der Sicherheit ist per Gesetz eine staatliche Aufgabe, die nur stellvertretend an private Firmen weitergegeben werden kann.» Wenn diese ausfallen - sei es durch Streik oder andere Gründe - müsse der Staat für Ersatz sorgen.

Von: dpa
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