Hamburger Regierung offen für längere Nachtruhe

29.11.2017 - 12:15 0 Kommentare

In einer breiten Diskussion kämpft unter anderem der BUND dafür, dass in Hamburg geltende Nachtflugverbot eine Stunde früher beginnen zu lassen. Nun zeigt sich die Regierungskoalition aus SPD und Grünen gesprächsbereit.

Blick auf den Hamburger Flughafen bei Nacht. - © © AirTeamImages.com -

Blick auf den Hamburger Flughafen bei Nacht. © AirTeamImages.com

Wegen der anhaltenden Proteste gegen nächtliche Starts und Landungen am Hamburger Flughafen hat die rot-grüne Koalition erneut Abhilfe versprochen. Vor einer Sitzung des Umweltausschusses bekräftigten die Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen, den nächtlichen Lärm am Airport zu reduzieren.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte zuvor 12.697 gültige Unterschriften für seine Volkspetition "für eine konsequente Nachtruhe am Hamburger Flughafen" gesammelt - und bekam deshalb im Ausschuss ein Rederecht.

Nächtliche Starts und Landungen in Hamburg
Angaben in Prozent
10/16 0.6
11/16 0.1
12/16 0.3
1/17 0.4
2/17 0.2
3/17 0.2
4/17 0.5
5/17 0.6
6/17 0.9
7/17 1.2
8/17 0.8
9/17 1.0
10/17 0.6

Die Grafik zeigt das prozentuale Verhältnis von Starts sowie Landungen in der Nachtruhe und den Gesamt-Flugbewegungen am Airport Hamburg im Zeitraum Oktober 2016 bis Oktober 2017. Die Angaben sind gerundet.Quelle: Flughafen Hamburg, Berechnung: airliners.de

Das in der Petition verlangte Nachtflugverbot soll eine Stunde früher als bisher greifen. Von 22 Uhr bis 6 Uhr an Werktagen und von 22 Uhr bis 8 Uhr an Sonn- und Feiertagen sollen demnach Maschinen weder starten noch landen.

Die Fraktionschefs Andreas Dressel (SPD) und Anjes Tjarks (Grüne) kündigten an, dass eine Änderung der Verspätungsregeln am Flughafen in Betracht gezogen werden müsse. Insbesondere bei den Landegebühren für Verspätungen müsse nachgeschärft werden, teilte Dressel mit.

© dpa, Daniel Bockwoldt Lesen Sie auch: Verspätete Flugzeuge müssen in Hamburg bis zu 700 Prozent mehr zahlen

Von: cs, dpa
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