Airport Hamburg trägt nun Namenszusatz "Helmut Schmidt"

10.11.2016 - 17:15 0 Kommentare

Neuer Namen für den Airport Hamburg: Ab sofort trägt der Flughafen den Namenszusatz "Helmut Schmidt". Es ist nicht der erste deutsche Airport, der den Namen einer verstorbenen Person der Zeitgeschichte trägt.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD, links), Susanne Schmidt-Kennedy, Tochter von Helmut Schmidt, und Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, stehen zwischen zwei Bildern die den verstorbenen Altkanzler Helmut Schmidt zeigen. - © © dpa - Christian Charisius

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD, links), Susanne Schmidt-Kennedy, Tochter von Helmut Schmidt, und Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, stehen zwischen zwei Bildern die den verstorbenen Altkanzler Helmut Schmidt zeigen. © dpa /Christian Charisius

Der Flughafen Hamburg trägt ab sofort offiziell den Zusatznamen Helmut Schmidt. Am ersten Todestag des im Alter von 96 Jahren gestorbenen Altkanzlers und Ehrenbürgers der Hansestadt eröffneten Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler und Schmidts Tochter Susanne im Flughafengebäude jetzt auch eine Ausstellung über das Lebenswerk von Helmut und Loki Schmidt.

Schmidt war von 1974 bis 1982 als Nachfolger von Willy Brandt (SPD) Kanzler. Zu den größten Herausforderungen seiner Amtszeit gehörten die Ölkrise in den 70er Jahren und der Kampf gegen den Terror der Roten Armee Fraktion (RAF). Den Hamburgern bleibt er vor allem wegen seines Einsatzes als Innensenator während der Sturmflut von 1962 im Gedächtnis.

In den vergangenen Wochen waren bereits Helmut-Schmidt-Schriftzüge an der Außenwand auf dem Rollfeld und innerhalb der Terminals installiert worden. Zudem begrüßt nun ein lächelnder Altkanzler mit Prinz-Heinrich-Mütze und in schwarzem Mantel auf einem überdimensionalen Schild die Besucher auf der Zufahrtsstraße mit den Worten "Welcome to Hamburg Airport Helmut Schmidt".

Ein Hinweisschild vor dem Flughafen Hamburg. Foto: © dpa, Daniel Reinhardt

Der Name sei sehr passend, so Bürgermeister Scholz. "Denn niemand steht für den sprichwörtlichen hamburgischen Geist - für Weltoffenheit, Tatkraft, Vernunft und Fairness - so wie Helmut Schmidt."

Flughafen-Chef Eggenschwiler sagte: "Wir sind stolz darauf, von nun an für immer mit Helmut Schmidt verbunden zu sein." Auch sei er stolz, dass die Idee der Namensergänzung von den Hamburger Bürgern selbst gekommen sei. "Und wir sind stolz darauf, dass dieser große Staatsmann über fünf Jahrzehnte lang unser Langenhorner Nachbar, vielfliegender Weltbürger und Ehren-Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens war."

Auch andere deutsche Airports tragen Namenszusätze

Mehrere deutsche Verkehrsflughäfen tragen die Namen von verstorbenen Personen der Zeitgeschichte. Der noch nicht eröffnete Hauptstadtflughafen BER zum Beispiel heißt seit Jahren wie der frühere SPD-Bundeskanzler Willy Brandt. Um diesen Namen hatte es zuvor Diskussionen gegeben.

Der Flughafen Stuttgart ist 2014 nach Manfred Rommel - dem CDU-Politiker und Alt-Bürgermeister der Stadt - benannt worden. Der Münchener Airport erinnert mit seinem Beinamen an den bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU).

Es gab Überlegungen, den Airport Düsseldorf nach ihm zu benennen: Johannes Rau, ehemaliger Bundes- und Ministerpräsident. Foto: © dpa, Martin Gerten

In Düsseldorf hatte es zuletzt Überlegungen gegeben, den Airport nach dem Ex-Bundespräsidenten Johannes Rau zu benennen. Nach einer politischen Debatte wurde die Idee jedoch verworfen.

Andere Flughäfen wiederum setzen nicht auf Politiker: In Berlin-Tegel ist es der Flugpionier Otto Lilienthal. Und in Nürnberg hofft man auf die Werbewirksamkeit eines großen Künstlernamens: Der Flughafen dort trägt den Namen "Albrecht Dürer Airport".

Von: ch, dpa, gk
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