Hamburg: Verfahren wegen Rekordstrafe gegen Easyjet noch nicht abgeschlossen

05.11.2018 - 15:02 0 Kommentare

In Hamburg ist Verkehr bis 23 Uhr erlaubt - danach gilt ein Nachtflugverbot. Easyjet soll dies in dutzenden Fällen 2017 gerissen haben, die Hansestadt fordert eine Rekordsumme. Doch der Fall ist noch nicht entschieden.

Flugzeuge am Hamburger Flughafen. - © © dpa - Maja Hitij

Flugzeuge am Hamburger Flughafen. © dpa /Maja Hitij

Im Fall der beispiellos hohen Forderung der Hamburger Fluglärmschutzbeauftragten über knapp eine halbe Million Euro wegen verspäteter Starts gegen Easyjet ist auch gut acht Monate danach noch keine Entscheidung gefallen. "Die Verfahren sind noch nicht abgeschlossen", sagte die Behörde auf Anfrage von airliners.de. Zum Zeitrahmen könne man nichts sagen.

Die Hamburger Fluglärmschutzbeauftragte fordert rund 468.000 Euro von dem Billigflieger, weil in 21 Fällen im Jahr 2017 bei Starts nach Edinburgh und London das geltende Nachtflugverbot gebrochen worden war. Die Summe sollte als Gewinnabschöpfung (Tatertrag) eingezogen werden, sodass Easyjet alle wirtschaftlichen Vorteile genommen werden, die sie durch den verspäteten Start nach 23 Uhr erzielt habe.

Nachtflugverbot ab 23 Uhr

Konkret fordert die Fluglärmschutzbeauftragte, dass dem Low-Coster sowohl die gesparten Hotelübernachtungskosten als auch die fälligen Entschädigungen der Fluggäste bei einem Start am nächsten Morgen in Rechnung gestellt werden. Es ist laut Behörde das erste Mal, dass dieses Mittel in dieser Höhe angewendet wird.

Am Flughafen Hamburg können Airlines zwischen sechs Uhr morgens und 23 Uhr abends starten und landen. In Einzelfällen kann eine Airline gegen deutlich höhere Entgelte eine Erlaubnis bis Mitternacht bekommen. Danach gilt ein Nachtflugverbot.

© AirTeamImages.com, Mehrad Watson Lesen Sie auch: Hamburg will eine halbe Million von Easyjet

Von: br
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