Hamburg verliert letzten Transatlantikflug

17.10.2018 - 08:17 0 Kommentare

United Airlines wird die saisonale Verbindung zwischen New-York-EWR und Hamburg im kommenden Sommer nicht mehr anbieten. Am Airport zeigt man sich enttäuscht und richtet die Hoffnungen für neue Langstreckenrouten auf neue Flugzeugmuster.

United Boeing 757-200 - © © AirTeamImages.com - Ray McFadyen

United Boeing 757-200 © AirTeamImages.com /Ray McFadyen

Hamburg hat die letzte Flugverbindung in die USA verloren. United Airlines hat angekündigt, die bisher als saisonale Sommerverbindung angebotene Strecke Hamburg - New York im kommenden Sommer nicht mehr anzubieten. Wie der Carrier zu airliners.de sagte, habe man sich nach einer gründlichen Analyse dazu entschieden, den Flug ab 2019 nicht mehr anzubieten, da die Strecke nicht den finanziellen Erwartungen entsprochen hätte.

Der Flughafen zeigt sich enttäuscht. So äußerte sich Flughafenchef Michael Eggenschwiler in einem Pressestatement: "Die Entscheidung von United Airlines, die Verbindung von Hamburg nach Newark nicht wieder aufzunehmen, sorgt für große Enttäuschung hier am Standort. Wir bedauern dies sehr." Gleichzeitig versprach er, dass man sich so schnell wie möglich um einen Ersatz für diese transatlantische Verbindung bemühen werde. Hamburg sei ein attraktiver Markt und habe entsprechendes Potenzial für eine Verbindung nach New York oder andere Standorte in den USA.

Potenzial sieht Eggenschwiler auch im Einsatz neuer Flugzeugtypen wie des Airbus A321 LR (Long Range). Solche Modelle würden Fluggesellschaften einen flexibleren Einsatz auf Mittel- und Langstrecke ermöglichen.

© AirTeam Images, Artyom Anikeev Lesen Sie auch: Billigflieger drängen auf die Langstrecke Ausblick

Die Verbindung ist vor 13 Jahren gestartet und wurde erst von Continental Airlines und später von United Airlines bedient. Zuletzt jedoch nur noch als saisonale Sommerverbindung. In diesem Jahr standen die Flüge täglich auf dem Flugplan und wurden mit einer Boeing 757 durchgeführt. Der letzte Flug fand regulär am 4. Oktober statt, teilten Flughafen und Airline mit.

Hamburg ist für den A380 gerüstet

Gleichzeitig wird die Kapazität auf der Langstrecke nach Dubai ab Ende Oktober erhöht, wenn Emirates täglich den Airbus A380 in die Hansestadt einsetzt. Die Bauarbeiten an der benötigten A380-Fluggastbrücke mit drei Einstiegen wurde planmäßig beendet.

Eingesetzt wird der größte Passagierjet auf einem von zwei täglichen Umläufen. Bei der zweiten täglichen Verbindung ab Hamburg nutzt Emirates weiterhin eine Boeing 777-300ER. Auf der Strecke steigt die Kapazität damit nach Angaben der Airline um 22 Prozent.

Von: br
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