Hamburg setzt wieder Körperscanner ein

26.03.2013 - 16:32 0 Kommentare

Die Bundespolizei im Flughafen Hamburg hat erneut einen Körperscanner in Betrieb genommen. Doch nicht alle Reisenden müssen ihn passieren.

Körperscanner am Flughafen Hamburg

Körperscanner am Flughafen Hamburg
© Flughafen Hamburg

Eine Frau steht in einem Bodyscanner

Eine Frau steht in einem Bodyscanner
© Bundespolizei

Ein Piktogramm an einem Bodyscanner markiert die Bereiche zur Nachkontrolle

Ein Piktogramm an einem Bodyscanner markiert die Bereiche zur Nachkontrolle
© Bundespolizei

Gut anderthalb Jahre nach einem ersten gescheiterten Versuch setzt die Bundespolizei am Hamburger Flughafen erneut einen Körperscanner ein. Das weiterentwickelte Gerät wird seit Montag für die Sicherheitskontrolle von Fluggästen mit Ziel USA bereitstehen, teilte die Bundespolizei in Potsdam mit. Die Kontrolle durch den Körperscanner sei für die Reisenden freiwillig.

Der neue Apparat gebe keine realistischen Körperbilder des Fluggastes wieder, sondern markiere an einem Strichmännchen-Bild auf dem Monitor die am Körper nachzukontrollierenden Bereiche. Auch eine Unterscheidung zwischen Mann und Frau sei auf dem dargestellten Piktogramm nicht möglich. Die Geräte arbeiten mit aktiver Millimeterwellentechnologie, welche keine gesundheitlichen Auswirkungen haben soll.

Als erster deutscher Flughafen setzt Frankfurt seit November vergangenen Jahres Körperscanner für USA-Reisende im regulären Betrieb ein. Bei dem zehnmonatigen Probelauf zweier Geräte in Hamburg 2010/2011 hatte es häufig Fehlalarme gegeben, die aufwendige Nachkontrollen notwendig machten.

Die Bundespolizei will noch in diesem Jahr weitere Flughäfen mit den Geräten für die Luftsicherheitskontrolle von Fluggästen ausstatten.

Von: dpa, airliners.de
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