Chinesische Hainan will in Deutschland wachsen

Exklusiv 29.07.2015 - 15:06 0 Kommentare

Hainan Airlines will ihre Frequenzen auf der Strecke Peking-Berlin erhöhen. Außerdem hat die chinesische Fluggesellschaft weitere deutsche Airports im Blick. Die Pläne hängen allerdings von einer bestimmten Entwicklung ab.

Eine A330 der Hainan Airlines. - © © AirTeamImages.com - Weimeng

Eine A330 der Hainan Airlines. © AirTeamImages.com /Weimeng

Hainan Airlines will in Deutschland wachsen. Das sagte der Account Manager der Fluggesellschaft, Stefan Pampel, im Gespräch mit airliners.de. So sollen die im Codesharing mit Air Berlin angebotenen Flüge von Peking nach Berlin-Tegel im kommenden Sommerflugplan täglich angeboten werden. Derzeit wird die Strecke viermal pro Woche mit einer A330 von Hainan bedient.

Die Aufstockung klappt allerdings nur, wenn das bestehende Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und China geändert und die Zahl der maximal bedienbaren Frequenzen für chinesische Airlines erhöht wird. Wie bereits berichtet, sollen die Gespräche im August stattfinden.

© Lufthansa, Lesen Sie auch: China und Deutschland wollen Luftverkehrsabkommen neu verhandeln

Hainan Airlines jedenfalls steht in den Startlöchern. Die Airline kann sich vorstellen, auch Hamburg anzufliegen, weil es dort viele chinesische Firmen gebe, so Pampel. Auch Hannover sei aufgrund seiner Nähe zu Wolfsburg eine Option. "Wenn wir die Chance haben, einen Fuß in die Tür zu setzen, machen wir das", sagte Pampel.

Hainan Airlines gehört zur HNA Group. Letztere hat 110.000 Mitarbeiter. Die Gruppe machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 25 Milliarden US-Dollar. Zur HNA gehören auch andere Fluggesellschaften wie zum Beispiel die Frachtairline Yangtze River Express. Hainan ist innerhalb der Gruppe die größte Fluggesellschaft und nach eigenen Angaben die viertgrößte in China. Ihre Flotte besteht derzeit aus 142 Maschinen. Hainan verbindet Peking seit 2008 durchgehend mit Berlin-Tegel.

Von: ch
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Airbus der Lufthansa. Erste EU-Frist für Lufthansa-Deal läuft ab

    Im Ringen um die Air-Berlin-Töchter LGW und Niki lotet Lufthansa nach airliners.de-Informationen in Brüssel aktuell alle Möglichkeiten aus. In der Nach endet die Frist für Zugeständnisse. Gleichzeitig arbeitet der Konzern schon an einem Plan B.

    Vom 30.11.2017
  • Triebwerkswartung bei der Air Berlin Technik. Münchner Standort von Air Berlin Technik vor dem Aus

    Die Übernahme der Air Berlin Technik durch Nayak und Zeitfracht ist besiegelt, doch ein internes Papier zeigt, dass den Beschäftigten empfindliche Einschnitte bevorstehen. Einer der drei Standorte soll demnach komplett geschlossen werden. Die Planung im Detail.

    Vom 30.11.2017
  • Schild des Bundeskartellamts in Bonn: Kommt eine zweite Prüfung für die Lufthansa? Bundeskartellamt nimmt Lufthansa ins Visier

    Während die Lufthansa noch auf die Genehmigung der EU-Kommission zur Übernahme der Air-Berlin-Töchter LGW und Niki wartet, schlägt ihr in Deutschland Unmut über die gestiegenen Flugpreise entgegen. Ihr Chef gelobt Besserung. In der Rhetorik des Bundeskartellamt ist nun aber eine neue Schärfe zu erkennen.

    Vom 24.11.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus